Saat des Faschings geht auf

Warm eingepackt marschierten die Kindergartenkinder mit und zeigten auch Weltmeistertänze. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
13.02.2015
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Mit Pflug, Egge und Sämaschine "ackerte" die Feuerwehr Pullenried am Donnerstag den Fasching aus. In den Furchen kann alles "verschwinden", was in den närrischen Tagen des Faschingsendspurts etwas aus den Fugen gerät.

Recht angenehme Temperaturen herrschten am Donnerstag beim "Fasching-Ausackern" in Pullenried und so konnte der Pflug auch recht tief in den "Faschingsboden" eindringen. Doch was da so alles heraus geackert worden ist, das wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen, wenn der Fasching in den Endspurt geht.

Laute Juchzer

Pünktlich um 15 Uhr setzten sich die von PS-starken Traktoren gezogenen Maschinen Pflug, Egge und Sämaschine in Richtung Dorfmitte in Bewegung. Damit wurde nach alter Tradition die "fünfte Jahreszeit" ausgeackert, um die kleinen "Schandtaten" des Faschings in den Ackerfurchen verschwinden lassen zu können. Ein paar "Quergestreifte" signalisierten aus einem Wagen heraus, wie lustig es doch im Knast sein kann. Vor allem die Kindergartenkinder hatten ihren Spaß daran, dabei sein zu dürfen. Bei den Standpausen ging es sofort mit Tanz und Polonaise los. Zahlreiche Zuschauer warteten schon auf dem Dorfplatz und sparten nicht mit Beifall, als der Tross an ihnen vorbeizog und die Faschingsbarden mit lauten Juchzern ihre Vorfreude auf die kommenden Tage ausdrückten. Natürlich durfte der Drehpflug nicht fehlen, auf dem die "Roußerer" rasend schnell rotierten und gegen die Fliehkraft kämpfen mussten.

Wie Dr. Reiner Reisinger erklärte, symbolisieren die vier Männer auf den sich drehenden zwei Rädern die rasch wechselnden vier Jahreszeiten, was auch mit dem unterschiedlichen "Hutschmuck" angedeutet ist. Weiter ging es zum Ortsende und nach einer Kehre gab es die erste Stärkung in flüssiger Form bei der "Hobel-Res", die auch diesmal wieder reichlich für das leibliche Wohl und für "Verdauungsgetränke" gesorgt hatte.

Nach einer weiteren Station beim Bushäuschen zogen die Akteure zum Gasthaus Greber. Auch dort wurde kurz Rast eingelegt und danach ging es zurück zum "Bräu", wo sich alle "nach schwerer Arbeit" auch eine längere Pause verdient hatten.

Faschingsball beim "Bräu"

Am Abend landeten einige "Roußerer" am Weiberfasching im Gasthaus Greber und damit direkt im "Hexenkessel". Am Sonntag lädt die Feuerwehr Pullenried zum "Ball beim Bräu" ein. Ab 20 Uhr gibt hier die Band "Golden Dance" den Ton an.
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