Schnelle Hilfe für Soldaten

Vom Vorsitzenden der "Franz-Jobst-Hilfe", Oberstleutnant Mario Brux (Zweiter von links) wurde Hauptmann Christian Kauffold (Vierter von links) verabschiedet. Für seine gute Arbeit dankten ihm auch (von links) MdB i.R. Klaus Hofbauer, die beiden Gründungsmitglieder Wilfried Neuber und Reinhold Malzer und Landtagsabgeordneter Alexander Flierl. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
03.12.2015
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Schnelle Hilfe für unverschuldet in Not geratene Soldaten und ihre Angehörigen hat sich die "Franz-Jobst-Hilfe" auf ihre Fahnen geschrieben. Einmal mehr hat sie sich bei einem Unfall von zwei Unteroffiziersdienstgraden bei einer Dienstfahrt bewährt.

Der 8. Juli war ein schwarzer Tag für die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122: zwei Unteroffiziere wurden bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn schwerverletzt, einer von ihnen ist zu einem Pflegefall der Stufe 3 geworden. Die "Franz-Jobst-Hilfe" (FJH) leistete ihren Beitrag, indem sie den Angehörigen die Krankenbesuche ermöglichte und dafür eine vierstellige Summe aufwendete.

Schnelle Hilfe

Wie der FJH-Vorsitzende Oberstleutnant Mario Brux bei der Mitgliederversammlung berichtete, war schon kurz nach dem Unfallteam ein "Schnelle-Hilfe-Team" der FJH unterwegs und bot zumindest finanzielle Unterstützung an. Während einer der beiden Soldaten bereits wieder Dienst verrichtet, ist der zweite Soldat zum Pflegefall geworden und befindet sich solange in einer Pflegeeinrichtung, bis das Haus seiner Eltern bedarfsgerecht umgebaut ist und er daheim gepflegt werden kann. Die Kosten für den Umbau werden vom Bund übernommen. Vorsitzender Brux übermittelte die Grüße des Initiators und Gründungsvorsitzenden Oberstleutnant a. D. Klaus Bils, der krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. Schatzmeister Hermann Stollner konnte einen guten finanziellen Kassenstand aufzeigen, der nicht zuletzt auch durch Spenden (in diesem Jahr über 1800 Euro), zustande kam. Beispielgebend dafür ist der bisherige Kasernenfeldwebel, Stabsfeldwebel Jürgen Federl, der vor einigen Wochen aus der Bundeswehr ausschied und auf eine Entlassungsfeier mit seinen Kameraden verzichtete. 500 Euro spendete er der FJH.

Der Vorsitzende dankte auch den Kompanien, die ihre Pfandflaschen in einen Sammelbehälter werfen und den Erlös von mehreren hundert Euro jeweils der FJH zur Verfügung stellen und den Unteroffizieren die den Erlös aus dem "grünen Schluck" (einmal im Monat ein gemeinsames Feierabendbier) der FJH spenden. Besonderen Dank sprach Mario Brux Hauptmann Christian Kauffold aus, der mehrere Jahre der Vorstandsmannschaft angehörte und nun aus der Bundeswehr ausscheidet. Seine Nachfolge wird Oberleutnant Stefan Dick antreten.

Dank und Anerkennung

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl, von Anfang an Mitstreiter der FJH, sprach den Soldaten für ihren fordernden Dienst seinen Dank und seine Anerkennung aus und lobte besonders das Engagement der Mitglieder der FJH, deren Gründungsväter auf den plötzlichen Tod des damaligen S1-Offiziers Franz Jobst aus Fischbach reagiert und am 30. 6. 1997 die FJH auf Initiative des damaligen Kommandeurs, Oberstleutnant Klaus Bils, gegründet haben.

Dass in diesem Gremium sowohl Soldaten als auch zahlreiche Zivilisten aus der Region mitarbeiten, zeige einmal mehr die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihren Soldaten.
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