Seuchenvirus auf Anlage eines Pferdesportvereins
Drittes Pferd infiziert

Im Landkreis Schwandorf gibt es einen weiteren Fall der Pferdeseuche "EIA". Betroffen ist ein Pferd des Pferdesportvereins Oberviechtach, das heute eingeschläfert werden muss. Im Laufe des Tages wird auch ein Sperrbezirk im Umkreis von einem Kilometer rund um die Reitsportanlage (Bild) errichtet. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
11.08.2015
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Im Landkreis Schwandorf gibt es einen weiteren Fall der Pferdeseuche "Equine infektionöse Anämie (EIA)". Betroffen ist ein Pferd des Pferdesportvereins Oberviechtach. Heute morgen wird es eingeschläfert. Wie der Sprecher des Landratsamtes Schwandorf, Hans Prechtl, auf NT-Anfrage sagte, stand das Tier bis vor eineinhalb Jahren auf dem Reiterhof Reisach in der Gemeinde Trausnitz.

Deshalb ist auch der Pferdesportverein Oberviechtach ins Visier des Veterinäramts gekommen. In Reisach war vor einer Woche bei zwei Tieren eine Infektion mit dem ansteckenden Virus festgestellt worden. Beide betroffenen Tiere mussten am vergangenen Mittwoch getötet werden (wir berichteten).

Seit Montag hat man laut Prechtl die traurige Gewissheit, dass das Pferd in Oberviechtach infiziert ist. Für den Pferdesportverein bedeutet dies, dass in den nächsten Tagen auch die weiteren 35 Tiere des Vereins getestet werden. Prechtl schätzt, dass es bis Ende der Woche dauern wird, bis alle Ergebnisse vorliegen.

Im Lauf des Tages wird ein Sperrbezirk im Umkreis von einem Kilometer rund um die Pferdesportanlage errichtet. Die Reitanlage und alle Pferde stehen unter Quarantäne. Erst wenn nach drei Monaten die Tiere negativ getestet werden, wird sie aufgehoben. In Europa gibt es keinen Impfstoff gegen "EIA", deshalb müssen infizierte Tiere zum Schutz vor Ausbreitung eingeschläfert werden. Für Menschen besteht keine Gefahr.
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