Sich im Alter geborgen fühlen

"Essen auf Räder" ist ein Angebot der Caritas-Sozialstation, welches immer mehr Abnehmer findet. Pflegedienstleiterin Ilona Rösch (links) freute sich beim "Tag der offenen Tür" über eine Kostprobe. Archiv: Portner
Lokales
Oberviechtach
27.09.2014
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Menschen würdig pflegen! Dieses Motto der Caritas-Sozialstation zog sich wie ein roter Faden durch die Mitgliederjahresversammlung. Die Bilanz 2013 weist eine Zunahme bei Leistungen, Klienten und Personal aus. Neuerungen gibt es beim Hausnotruf und "Essen auf Rädern".

Der neue Vorsitzende, Hubert Ruml, eröffnete die Versammlung in der Sozialstation in der Nabburger Straße. Pfarrer Herbert Rösl aus Teunz sprach das Geistliche Wort. Anwesend waren auch Geschäftsführerin Daniela Friedrich und Stellvertreterin Birgit Kramer von der Geschäftsstelle in Nittenau.

Betreute Nachmittage

Kramer stellte dann auch den Tätigkeitsbericht für 2013 vor. Mit 118 Klienten zum Jahresende, sei bei den gesetzlichen Leistungen ein hoher Stand erreicht worden. Zugelegt hat auch die Anzahl verrichtungsorientierter Leistungen mit 37 120 Hausbesuchen und 135 503 Verrichtungen (Pflege und Hilfsdienste). Auch bei den Mitarbeitern (aktuell 18,84 Vollzeitstellen/2010: 15,74) sei ein Höchststand erreicht worden.

Birgit Kramer berichtete von weiteren Angeboten wie Verhinderungspflege, Betreutes Wohnen Daheim und der Fachstelle für pflegende Angehörige (Beratung zu Alter, Krankheit, Behinderung). Die Betreuungsgruppe habe sich 2013 an 45 Nachmittagen getroffen und den pflegenden Angehörigen damit jeweils vier Stunden "Luft zum Durchschnaufen" verschafft. Die Hospizinitiative kümmerte sich in Oberviechtach um sieben Personen und erbrachte 318 Stunden ehrenamtlich. "Die Krankenpflegevereine unterstützen die Arbeit der Caritas-Sozialstation Oberviechtach und gewähren ihren Mitgliedern Vorteile, in dem sie sich an den Kosten beteiligen", betonte Kramer. 2013 wurde eine KPV-Vorauspauschale von 85 Prozent (31 829 Euro) und eine Nachzahlung in Höhe von 1208 Euro geleistet.

Geschäftsführerin Daniela Friedrich stellte die Bilanz und Haushaltsrechnung 2013 vor. Dabei erläuterte sie die Posten, die im Ansatz und Ergebnis auseinander klaffen. Bei den Ausgaben waren dies beispielsweise die Kfz-Kosten und Fahrtkostenerstattungen in Höhe von 55 597 Euro. "Alleine für Benzin gaben wir 26 403 Euro aus", erklärte Friedrich. Auch Gehaltserhöhungen und mehr Urlaubstage waren für ein Minus im Haushaltsjahr mit verantwortlich. Rechnungsprüfer waren der Stadlerner Altbürgermeister Günther Holler und Evi Schwendner.

Für acht Euro ins Haus

Hubert Ruml informierte über eine Preiserhöhung bei "Essen auf Räder". Dieses kostet seit 1. August 2014 pro Portion 8 Euro (vorher 6,50 Euro) inclusive Fahrtkosten. Die Anwesenden zeigten sich damit einverstanden, da mit dem Mittagessen auch ein Hausbesuch und ein kurzes Gespräch verbunden seien. 2013 wurden 8187 Portionen warmes Essen ausgeliefert; zuzüglich 358 Portionen kalte Menüs. "Das ist ein deutlicher Anstieg zu den Vorjahren", freute sich der Vorsitzende. Frisch gekocht werden die Gerichte für die Bezieher im Schönseer Land im Gasthaus Haberl; sowie für den Bereich Oberviechtach im Gasthaus "Krämerhof" in Kulz.

Eine Information galt dem Hausnotruf (2013: 34 Teilnehmer). Hier wird derzeit ein Wechsel zu den Johannitern in Regensburg, als lokalen Anbieter in Kooperation mit den Sozialstationen vorgenommen. "Alle betroffenen Patienten sind informiert", betonte Ruml. Birgit Kramer informierte noch über den Stand der neuen Beitragsordnung und sprach die geplante Beteiligung der Kirchenstiftungen an.
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