Soldaten stehen nicht alleine da

Die Mitglieder im neuen Vorstandsteam (von links): Thomas Zimmermann, Jürgen Wölfl, Marco Rost, Bürgermeister Heinz Weigl, Josef Hauer, Brigitte Schneider, Altbürgermeister Wilfried Neuber, Hermann Stollner, MdL Alexander Flierl und Klaus-Dieter Zirkelbach. Nicht im Bild sind der Vorsitzende Oberstleutnant Mario Brux, Reinhold Malzer, Christoph Fröhlich und Klaus Bils. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
03.11.2014
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Seit 17 Jahren kann mit der Franz-Jobst-Hilfe unverschuldet in Not geratenen Soldatenfamilien geholfen werden. In den zwei vergangenen Jahren wurden über 15 000 Euro zur Verfügung gestellt, zusätzlich einer Rücklage von 3000 Euro für den Sohn eines verunglückten Soldaten.

Der Anlass für die Gründung dieses Vereins mit dem Ziel "Soldaten helfen in Not geratenen Soldaten und ihren Angehörigen", war der Unfalltod des S1-Offiziers Oberleutnant Franz Jobst, einen Tag vor dem Heiligen Abend.

Schnell und wirkungsvoll

Dabei wurde erkannt, dass es oft sehr lange dauern kann, bis die Angehörigen Hilfe erhalten. Gerade bei den Auslandseinsätzen ist die Gefahr für Leben und Gesundheit sehr groß, war sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat. Hier konnte seit der Vereinsgründung in einigen Fällen wirkungsvoll und nachhaltig unterstützt werden. Da der Vorsitzende, Oberstleutnant Mario Brux, durch einen dienstlichen Termin bei der "Panzerbrigade 12 Oberpfalz" gebunden war, übernahm Stellvertreter Bürgermeister Heinz Weigl im Offiziersheim der Grenzlandkaserne die Versammlungsleitung. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem neuen stellvertretenden Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Henry Kunze und MdL Alexander Flierl. Laut Weigl sei es keine Selbstverständlichkeit, dass mit Flierl ein Mitglied des Landtages in einem Soldatenhelferverein das Amt des Schriftführers bekleidet. Doch dies sei eben typisch für den Standort Oberviechtach, in dem Soldaten und Bevölkerung eine Einheit bilden. Das Gedenken galt dem verstorbenen Vorstandmitglied Alfred Mauerer, der seit der Vereinsgründung keine Sitzung versäumt hatte.

Die Kassenbilanz von Oberstabsfeldwebel a. D. Hermann Stollner zeigte, dass ein gutes finanzielles Polster geschaffen werden konnte. Dieses könne aber genauso schnell wieder zur Unterstützung von in Not geratenen Kameraden und ihren Angehörigen benötigt werden. Wie Stollner anmerkte, gehören auch viele Zivilisten und Vereine der Franz-Jobst-Hilfe an, die mittlerweile schon 165 Mitglieder zählt. "Mit einem Jahresbeitrag von sechs Euro kann ein Zeichen der Verbundenheit mit den Soldaten gesetzt werden", appellierte der Kassier zur Mitgliedschaft.

Geschulte Fachkräfte

Unter der Leitung von Altbürgermeister Wilfried Neuber wurde das Vorstandsteam für die nächsten drei Jahre gewählt. Versetzungen von einigen Soldaten brachten neue Gesichter in die Runde (Kasten). Oberstleutnant a. D. Klaus-Dieter Zirkelbach berichtete von der Arbeitsgruppe "Ansprechstelle für Hinterbliebene", die im Bundesverteidigungsministerium seit 2010 eingerichtet ist. Zirkelbach gehört dieser Arbeitsgruppe an und informierte über große Fortschritte.

Die Betreuung der Hinterbliebenen, aber auch der an der Gesundheit geschädigten Soldaten, erfolge professionell durch bestens geschulte Fachkräfte.
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