Stadt will Wohnträume erfüllen

Ab 1981 sorgte ein Bebauungsplan für rege Bautätigkeit am Sandradl II. Jetzt soll auch das Mischgebiet rund um das 1970 eingeweihte Schützenheim (rechts) "gefüllt" werden. Elf Parzellen (600 bis 800 Quadratmeter), mit guter Aussicht in Hanglage, bieten Raum für Bauherrenträume. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
16.10.2014
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Häuslebauern so viel Freiheit wie möglich gewähren. Das wollen die Stadträte in den freien Parzellen rund ums Schützenheim am Sandradl II. Am Dienstag wurden die Voraussetzungen geschaffen. Aber ganz ohne Vorgaben geht's trotzdem nicht zum Traumhaus.

Bei der Sitzung am Dienstag stand die Ergänzung des Änderungsbeschlusses vom 9. Oktober 2012 zum Bebauungsplan Sandradl II an. Dies im Bereich von drei Grundstücken beim Schützenheim (Flurnummern 1003/1, 1004 und 1006). "Das Landratsamt wird nicht mitgehen, wenn jeder bauen darf, wie er möchte", informierte Amtsrat Peter Spichtinger. Deshalb sollten bestimmte Grundsätze wie Dachneigung und Geschossfläche festgezurrt werden. Die Parzellierung erfolgt für elf Bauplätze mit jeweils 600 bis 800 Quadratmeter. "Um das Schützenhaus kann nach wie vor herumgefahren werden", erklärte Spichtinger zum Entwurf.

"Schlanker" Bebauungsplan

Eine zügige Abwicklung im vereinfachten Verfahren sei möglich, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Die bisher unparzellierte Fläche sei als Mischgebiet mit offener Bauweise (E+1) ausgewiesen. "Wenn wir dies lassen, dann vereinfacht sich das Verfahren", erklärte er. Vorteil dabei sei, dass auf eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und eine Auslegung verzichtet werden könne. Auch müssten nur drei berührte Behörden (anstatt 36) angeschrieben werden. Das Büro Weiß & Partner wird beauftragt, einen "schlanken" Bebauungsplan auszuarbeiten, ohne alles ins Detail zu regeln.

Die Stadträte zeigten sich mit dem Vorschlag von Spichtinger einverstanden, der folgende Vorgaben für das Mass der baulichen Nutzung enthält: maximale Firsthöhe (neun Meter); Wandhöhen tal- und bergseits; Zahl der Vollgeschosse (2). Die Dachform sei ein "heißes Thema". Es sollten nicht alle Formen zugelassen werden, aber hier die Ideen des Planers abgewartet werden.

Die Dachneigung wird bei E+1 mit 22 Grad gewünscht; bei E+D mit 40 bis 45 Grad. "Dieser Bebauungsplan hat Spielraum für die Vorstellungen der Bauherren. Aber er gibt auch der Stadt Sicherheit", bekräftigte Peter Spichtinger. Die Details werden mit der Behörde abgestimmt und dann im Bebauungsplan eingearbeitet.

Die beiden Beschlüsse erfolgten einstimmig. Zum einen ging es um die Ergänzung des Änderungsbeschlusses im Bereich der drei Grundstücke, zum anderen um die Anwendung des vereinfachten Verfahrens, nachdem die Voraussetzungen gegeben sind. Der Billigungsbeschluss zu den Vorgaben für den Planer (Festsetzungen im Änderungsbereich) erfolgt in der nächsten Sitzung. Hier soll dann bereits auch ein Planentwurf vorliegen.
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