Stellungnahme der Immissionsschutzbehörde zum Baugebiet "Sandradl II"
Konfliktpotential vermeiden

Entlang der Erschließungsstraße sind Stellplätze geplant. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
22.01.2015
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Bei der Sitzung des Bauausschusses ging es auch um die 14. Änderung des Bebauungsplanes "Sandradl II", im Hinblick auf elf neue Parzellen beim Schützenheim. "Wir wollen das Verfahren zügig durchziehen. Der Entwurf liegt vom 30. Dezember bis 30. Januar aus", informierte Amtsrat Peter Spichtinger. Der Stadtrat werde in der nächsten Sitzung die Stellungnahmen dazu beschlussmäßig behandeln. Zum zunächst angesetzten vereinfachten Verfahren ging schon ein Schreiben der Unteren Immissionsschutzbehörde ein. Um keine Zeit zu verlieren, gab der Bauausschuss für zwei Einwände einen Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat ab.

Wie Spichtinger ausführte, sehe die Immissionsschutzbehörde ein Konfliktpotential durch die Mischgebietsdarstellung, welche nicht dem Planentwurf mit ausschließlich wohnbaulicher Nutzung entspreche und regte eine Ausweisung als allgemeines Wohngebiet an. Die Räte waren mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden, die dies nicht als notwendig erachtet: Die Bauparzellen werden bis zum Inkrafttreten des Bebauungsplans im Eigentum der Stadt stehen und von dieser vermarktet. Entsprechend dem Planentwurf werden ausschließlich Wohnbauwünsche von Interessenten erfüllt. Eine Konfliktsituation zwischen Wohnen und Gewerbe könne deshalb ausgeschlossen werden.

Bei ihrem zweiten Einwand erscheinen der Behörde die an der Westseite der Erschließungsstraße vorgesehenen Pkw-Stellplätze problematisch. Da diese erfahrungsgemäß besonders bei Veranstaltungen mit größerem Besucherandrang der Schießanlage genutzt würden, ergäben sich unerwünschte Lärmeinwirkungen. Der Abwägungsvorschlag schließt sich der Verwaltung an, die darauf hinweist, dass die Fläche als "Versorgungsstreifen" dient und sich für Stellplätze von Besuchern der Wohnbebauung anbietet. Im übrigen verfüge das Schützenheim über eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen. Der dritte Einwand, bezüglich dem Abschluss der Schallschutzmaßnahmen und der Aufnahme der Wohnnutzung, wurde dem Stadtrat zur Entscheidung gegeben.
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