Struktur und Luft zum Atmen

Die alten Stühle und der Holztisch harmonieren mit der weiß-lila Küchenfront. Die Kochinsel ist praktisch und gliedert den Raum. Viel Mühe gab sich das Paar mit der Gestaltung der Wände. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
02.10.2014
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Der Neubau von Markus Greber und Annegret Donhauser spricht eine klare Sprache. Wohnen wird hier nicht zur Nebensächlichkeit, sondern steht auf 240 Quadratmetern im Vordergrund. Doch auf den drei Etagen sind auch viele Überraschungen versteckt.

Dekoration ist nicht ihr Ding. Selbermachen dagegen schon! Annegret Donhauser (46) und Markus Greber (42) wohnen seit Oktober 2012 im Neubaugebiet von Pullenried und sind derzeit mit der Anlage des Gartens beschäftigt. Auch hier packen sie gemeinsam an und verwirklichen ihre nicht alltäglichen Ideen. Ihr Traumhaus - offen und lichtdurchflutet - glänzt in allen Zimmern mit einer tollen Aussicht.

Herzstück ist die Wohnküche. Die Weißlack-Küchenfronten verstärken das Lila der abgesetzten Decke. Die Streifen an der Wand hat Annegret aufgemalt. "Das war ziemlich viel Arbeit", meint sie rückblickend. In diesem Raum hält sich das Paar am meisten auf. Denn das gemütliche Sofa beim roten Holzherd lädt an den Abenden zum Kuscheln ein. Um den großen Holztisch scharen sich verschiedene Stühle. "Wir haben einige Sachen neu gekauft, aber auch unsere alten Möbel zusammengeschmissen und das harmoniert wunderbar", freut sich Annegret. Weiter geht es ins Wohnzimmer. Dieses bietet mit seinen 29 Quadratmetern viel Platz. Pflanzen, Kunstgegenstände und nur einige große Bilder an den Wänden bewahren die "Luftigkeit" des Zimmers. Hingucker ist der Kristallleuchter an der Decke.

Markus Greber und Annegret Donhauser packen gemeinsam an und verwirklichen ihre nicht alltäglichen Ideen. Ihr Traumhaus - offen und lichtdurchflutet - glänzt in allen Zimmern mit einer tollen Aussicht. Bilder von Gertraud Portner


Überhaupt Lampen. Diese sind ein Faible des Paares und geben allen Räumen eine besondere Note. Die Leuchten in den beiden Kinderzimmern hat Annegret selber gebastelt. Hier fühlen sich am Wochenende die zwei Töchter ihres Lebenspartners wohl. Im ersten Stock liegt auch das Bad mit Überraschungseffekt: Die Wand aus schwarzen Schiefer-Verblendungen reicht bis zu den Balken des Dachstuhls hinauf. Die großzügige Badewanne steht auf einem Podest - und wirkt hier trotzdem klein. Die Waschtischanlage mit viel Stauraum gegenüber ist gemauert. Das weiße Sanitärporzellan setzt sich über der schwarz polierten Granitplatte der Firma Flöttl in Szene.

"Wir haben heimische Firmen, überwiegend aus der Gemeinde Oberviechtach genommen", sagt Markus Greber. Schreiner Hans Höger, der die Wendeltreppe hinauf zur Galerie angefertigt hat, wohnt nur ein paar Meter weiter; Architekt Michael Schlagenhaufer kommt aus dem Nachbarort Wildeppenried. Das Galeriezimmer unterm Dach ist ideal für Fernsehabende. "Hier bügle ich auch gerne", sagt Annegret Donhauser. Eine kleine Tür bietet Raum fürs schnelle Verstauen.

Wir steigen die Treppen wieder hinunter zur Diele. Auch hier fällt eine Tür in der Wand auf. Dahinter ist Platz für einen Aufzug, der das Scheitholz zum Ofen der Wohnküche befördert. Auch die Schmutzschleuse im Bad - gut getarnt durch eine Edelstahlabdeckung - erspart das Treppenlaufen über zwei Stockwerke. Der Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine befindet sich im Keller. Durch die Hanglage geht's von hier ebenerdig hinaus in den Garten zur Wäschespinne und Holz-Sitzgruppe.

Ein Stockwerk - und eine Trockenmauer höher - liegt die Terrasse. Hier verbrachte Markus Greber seinen Sommerurlaub. Die Entspannung kam allerdings beim "Bewegen von Erde und Steinen". Mittlerweile ist der Hang bepflanzt und der Rasen wächst. Den Sonnenuntergang kann das Paar deshalb auch schon im "grünen Wohnzimmer" genießen.
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