Sudhaus und Gärkeller zu wissenschaftlichen Zwecken erkundet
Biologiestunde in der Brauerei

Einen praxisnahen Biologieunterricht über die alkoholische Gärung erlebten die Oberstufenschüler durch Braumeister Florian Spießl (links). Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
05.08.2015
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Normalerweise melden sich bei Peter Vogl gesellige Vereinsrunden zu einer Brauereibesichtigung in Fuchsberg an. Doch diesmal waren es Schüler des Ortenburg-Gymnasiums, die zu rein wissenschaftlichen Zwecken Sudhaus und Gärkeller erkundeten.

Kein Brauereiausflug mit Bierprobe, sondern Biologieunterricht stand auf dem Stundenplan, als 21 Oberstufenschüler des Ortenburg-Gymnasiums mit Studienrätin Maria Zehmann in die Schlossbrauerei Fuchsberg fuhren. Braumeister Florian Spießl führte die Gymnasiasten von den modernen Gärkesseln über die Sudhäuser bis hin zur Abfüllanlage und erklärte ihnen die biochemisch ablaufenden Prozesse an den jeweiligen Stationen.

Durch diese Exkursion erlangten die Schüler einen Einblick in ein gut funktionierendes Unternehmen, sowie auch einen Praxisbezug zur im Unterricht besprochenen Thematik der alkoholischen Gärung. Ausschlaggebend für die verschiedenen Biersorten und den Geschmack ist neben Hopfen, Malz und Wasser vor allem die Hefe, welche Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure umbaut. Die in Fuchsberg verwendete Hefe züchtet die Brauerei selbst, informierte Braumeister Spießl. Die seit 1663 bestehende Schlossbrauerei Fuchsberg produziert jährlich 30 000 Hektoliter Bier und hat derzeit zwanzig Mitarbeiter. Nach der allgemeinen Hochschulreife werden von der Schlossbrauerei auch viele Gymnasiasten ausgebildet, die nach Beendigung ihrer Lehrzeit dann ein weiterführendes Studium des Brauereiwesens anstreben, erklärte der Braumeister. Abschließend überreichte Studienrätin Zehmann im Namen der Schülerinnen und Schüler der Q11 an Geschäftsführer Peter Vogl eine Geldspende für das von der Brauerei unterstützte südamerikanische Kinderhilfswerk.
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