Sympathie und Achtung zollen

Zahlreiche Gäste waren zum Empfang in die Grenzlandkaserne gekommen, worüber sich Oberstleutnant Mario Brux (vorne rechts) freute. Bilder: frd (3)
Lokales
Oberviechtach
17.01.2015
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Es ist zur guten Tradition geworden, dass Stadt und Panzergrenadierbataillon 122 gemeinsam das neue Jahr beginnen. Auch am Donnerstag waren viele Gäste beim Neujahrsempfang dabei. Bürgermeister und Kommandeur riefen dazu auf, den Freundschaftsbund mit Leben zu erfüllen.

In seiner Begrüßung freute sich Bürgermeister Heinz Weigl über den wieder sehr guten Besuch, der einmal mehr zeige, wie sehr sich die Gäste mit der Stadt und dem Bataillon verbunden fühlen. Bei seinem Rückblick auf ein wieder sehr ereignisreiches Jahr zeigte er auf, dass sich in Oberviechtach "sehr viel bewegt" hat, was unter anderem bei den großen Baumaßnahmen der Dr.-Max-und Margret-Schwarz-Stiftung sichtbar geworden ist. Weigl gab auch der Hoffnung Ausdruck, dass sich die längere Verweildauer der in Oberviechtach stationierten Zeit- und Berufssoldaten positiv auf die Eisenbarth-Stadt auswirken werde. Doch dazu müssen den Soldaten auch Perspektiven und Anreize geboten werden, ihren Lebensmittelpunkt nach Oberviechtach zu verlegen.

Wohnraum für Soldaten

Positiv wird sich hier die Sanierung des Emil-Kemmer-Hauses auswirken, das im April wieder seine Pforten öffnen wird. Aber auch mit der Entstehung eines kleinen, schmucken Baugebietes auf dem ehemaligen Müllergelände, auf dem für junge Familien geeignete Wohnungen entstehen sollen, sei ein weiterer Meilenstein der Integration der Soldaten hin zu möglicherweise späteren Bürgen ohne Uniform.

Einige Gäste stellte der Bürgermeister namentlich vor und dankte stellvertretend für die "Ehemaligen" dem Ehrenbürger der Stadt, Stabsfeldwebel a. D. Otto Lehner fürs Kommen. Von der Geistlichkeit waren Militärpfarrer Alexander Prosche, Pfarrer Dr. Harald Knobloch und Kaplan Konrad-Maria Ackermann anwesend. Die Panzerbrigade 12 Oberpfalz war durch den "Chef des Stabes", Oberstleutnant i. G. Stefan Eckl vertreten, die politische Seite durch MdL Franz Schindler und Landrat Thomas Ebeling sowie die Gerichtsbarkeit durch den Präsidenten des Landgerichts Amberg, Dr. Wolfgang Schmalzbauer und den Direktor des Amtsgerichts Schwandorf, Ewald Ebensperger. Ihnen und den weiteren Gästen dankte Bürgermeister Weigl für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den Soldaten, die auch im neuen Jahr wieder Früchte tragen soll.

Unter den Gästen waren auch die beiden ehemaligen Bataillonskommandeure, Oberstleutnant Ulrich Schröder und Oberst a. D. Konrad Reiner. Dass bei der Stadtkapelle Oberviechtach unter der Leitung von Tobias Zeitler noch einige Stühle frei waren sei gewollt, erklärte Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mario Brux, der die Gäste mit der neuen Bataillonsband "Blink 122" überraschte. Diese gaben mit dem Song "Learn to fly" eine Kostprobe ihres Könnens und servierten später noch eine "musikalische Banane". Brux dankte den Freunden und Wegbegleitern von Stadt und Bundeswehr für ihre stete Unterstützung und blendete noch einmal auf das Jahr 2014 zurück und auf den Abschluss der Ausbildung in der Operationsart "Angriff" auf der Ebene "verstärkte Panzergrenadierkompanie". Sehr erfolgreich war die Sammlung für die "Deutsche Kriegsgräberfürsorge" mit dem bundesweit besten Ergebnis (27 104 Euro). Brux stellte dabei die hervorragende Zusammenarbeit mit den Patengemeinden und Traditionsvereinen heraus. In seinem Ausblick auf das Jahr 2015 ging er auf die Vorbereitung für einen eventuellen Einsatzauftrag in Afghanistan ein.

Wichtiger Standortfaktor

Auch das gesellschaftlich Miteinander werde wieder gepflegt. Am 16. April öffnet das Emil-Kemmer-Haus mit einer Einweihungsfeier und am 17. November wird in der Patengemeinde Eslarn ein Feierliches Gelöbnis stattfinden. Nach dem Motto der Oberviechtacher Soldaten: "Nur gemeinsam sind wir stark", werde sich auch das neue Jahr gut meistern lassen. Bei den kurzen und prägnanten Grußworten setzte Landrat Thomas Ebeling den Schlusspunkt. Er wünschte den Soldaten im Einsatzfall eine gesunde Heimkehr. Auch er stellte fest, dass das gute Miteinander von Bevölkerung und Soldaten ein wichtiger Standortfaktor sei.
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