Trichter in neuer Dimension

In jedes Silo aus Lärchenholz passen 200 Kubikmeter Salz.
Lokales
Oberviechtach
28.02.2015
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Die Schaufel hat ausgedient. Per Knopfdruck ergießt sich das Streusalz aus dem Silo direkt auf das Winterdienst-Fahrzeug. Das Straßenbauamt hat auf- und umgerüstet - mit einer Reihe von positiven Nebeneffekten.

"Heute ist nicht nur wegen des herrlichen Wetters ein schöner Tag für Oberviechtach, denn heute kann der neue Winterdienst-Stützpunkt hier im Industriegebiet West in Betrieb genommen werden, an dem vorwiegend einheimische Firmen mitgebaut haben." Mit diesen Worten drückte Bürgermeister Heinz Weigl gestern Vormittag seine Freude darüber aus, dass dieser Stützpunkt nach seiner Auflösung am bisherigen Standort Schönseer Straße, (unterhalb des Soldatenheimes) nun den idealen Ort, direkt an der B 22, gefunden hat.

Das Staatlichen Bauamt Amberg- Sulzbach verspricht sich von dem neuen Stützpunkt im Industriegebiet West insgesamt einen wirtschaftlicheren Betrieb. Die Anlagen wurden nun offiziell in Betrieb genommen. Die bisherige Einrichtung war 1963 gebaut worden und wäre dringend sanierungsbedürftig gewesen. Durch die zwischenzeitlich erfolgte Bebauung der Schönseer Straße ist das Aus- und Einfahren zum Problem geworden. Das Beladen der Ersatzfahrzeuge zu jeder Tages- und Nachtzeit und der damit verbundene Lärm belasteten die Anlieger, eine bessere Lösung musste gefunden werden. Auch die beengten Verhältnisse auf der bisherigen Anlage hatten zu der Entscheidung geführt, den Stützpunkt ins Industriegebiet West zu verlagern.

Für Jahrzehnte gerüstet

Jetzt könne man auch den Anforderungen der nächsten Jahrzehnte Genüge leisten, so die Überzeugung der Verantwortlichen. Im Einvernehmen mit der Stadt war der Umzug deshalb schließlich beschlossene Sache. Das Gebäude auf dem bisherigen Gelände soll mittelfristig verkauft werden.

Der Vorteil dieses Stützpunktes ist, so die Fachkräfte vom Bauamt, dass er in unmittelbarer Nähe zur B 22 und nahe der Staatsstraße 2156 (Teunz-Nabburg) liegt, die im Winter mit dem langen Anstieg (Teunzer Berg) hohe Anforderungen an den Winterdienst stellt. Vom neuen Standort aus werden derzeit drei Räum- und Streuschleifen mit einer Gesamtlänge von 95 Kilometern betreut. Die drei Winterdienstfahrzeuge können am neuen Stützpunkt schnell beladen werden. Bei Bedarf können sie in den neuen Hallen untergestellt werden. Die beiden staatlichen Winterdienstfahrzeuge sind direkt im Stützpunkt stationiert. Das dritte Fahrzeug eines privaten Fuhrunternehmens, das beim Amt unter Vertrag ist, hat seinen Standort in unmittelbarer Nähe.

Minutenschnell

Aus wirtschaftlichen Gründen, so erläuterte der Sachgebietsleiter am Baumamt Amberg Sulbach-Rosenberg, Wolfgang Kraus, ist die bisherige Salzlagerhalle durch die Errichtung von zwei Salzsilos ersetzt worden. Somit können die Streufahrzeuge minutenschnell und ohne Ladefahrzeuge befüllt werden. Neben den beiden Salzsilos sind drei überdachte Lkw-Stellplätze und ein kleines Sozialgebäude, eine Soleaufbereitungsanlage für Feuchtsalzstreuung und ein Waschplatz errichtet worden. Die Gesamtkosten der Anlage in Höhe von 540 000 Euro trägt der Bund. Mit den ersten Arbeiten ist im Herbst 2013 begonnen worden, die Tiefbauarbeiten führte die Oberviechtacher Firma Baumer aus, bei der Einfriedung erhielt die Oberviechtacher Firma Gürtler den Zuschlag. Beim Silobau waren Spezialfirmen gefordert.

Bürgermeister Heinz Weigl, aber auch der Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, Henner Wasmuth, bedankten sich für die gute Zusammenarbeit bei dem Projekt, das letztlich auch der Sicherheit der Bevölkerung dient. Der nächste Winter kommt bestimmt.
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