Trotz Anstieg der Quote auf 4,8 Prozent: Nicht so viele Arbeitslose als im Januar 2014 im ...
Weniger saisonbedingte Kündigungen

Lokales
Oberviechtach
30.01.2015
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Im Bezirk der Arbeitsagentur Oberviechtach stieg die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar deutlich an. Insbesondere Arbeitnehmer aus dem Bau- und Baunebengewerbe, der Land- und Forstwirtschaft sowie dem Hotel- und Gaststättenbereich meldeten sich arbeitslos. "Viele der saisonbedingt gekündigten Arbeitnehmer verfügen bereits über eine Wiedereinstellungszusage ihrer Arbeitgeber für das kommende Frühjahr", heißt es im Arbeitsmarktreport der Arbeitsagentur Schwandorf.

Die Arbeitslosenquote in Oberviechtach kletterte von 3,2 Prozent im Dezember auf 4,8 Prozent im Januar. Im Januar des vergangenen Jahres lag die Quote jedoch bei 5,4 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 170 Arbeitnehmer neu oder erneut arbeitslos. Das waren rund 30 Meldungen bzw. 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Mitte Januar waren im Agenturbezirk 351 Personen arbeitslos gemeldet, 116 Personen bzw. 49 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres ging die Arbeitslosigkeit merklich zurück, und zwar um 40 Personen bzw. knapp elf Prozent. Im Januar waren rund 50 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, drei Offerten mehr als im Januar des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB III von Dezember auf Januar um 105 auf 252 Personen gestiegen. Das waren 42 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote betrug im Januar 3,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,0 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist im Rechtskreis SGB II von Dezember auf Januar um 11 auf 99 Personen gestiegen. Das waren ein Arbeitsloser weniger als vor einem Jahr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug im Januar 1,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 1,4 Prozent.

Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf sorgten jahreszeitlich bedingte Beschäftigungsrückgänge in saisonabhängigen Wirtschaftszweigen für einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar. Von Dezember auf Januar stieg die Arbeitslosenzahl um rund 3220 arbeitslos gemeldete Arbeitnehmer bzw. 42 Prozent. Mitte Januar (Berichtsmonat) waren im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, der die Landkreise Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham sowie die kreisfreie Stadt Amberg umfasst, rund 10 820 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Das waren rund 220 Personen bzw. 2,0 Prozent weniger als im Januar des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote stieg im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf von 3,3 Prozent im Dezember auf 4,7 Prozent im Januar an. Im Januar des Vorjahres lag die Quote bei 4,8 Prozent. Die Winterarbeitslosigkeit belastet insbesondere die östlichen Regionen des Schwandorfer Agenturbezirks, die stärker bau- und außengewerblich geprägt sind.

Im Geschäftsstellenbezirk Bad Kötzting stieg die Arbeitslosigkeit um mehr als das Doppelte. Im Bezirk Cham lag der Anstieg bei 72 Prozent, gefolgt von den Bezirken Oberviechtach mit 49 Prozent, bzw. 31 Prozent im Geschäftsstellenbezirk Schwandorf. Im Sulzbach-Rosenberger Bezirk lag der Anstieg bei 28 Prozent, im Amberger Bezirk bei 24 Prozent.
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