Trumpfkarte "Naturerlebnis"

Lokales
Oberviechtach
13.10.2014
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Urlaubsstimmung kam auf, als die Stadtratsfraktion von CSU, CWG und Aktiven mit Landrat Thomas Ebeling und MdL Alexander Flierl zum Tourismusgespräch ansetzte. Als Ort dafür hatten die Organisatoren die Kochschule "Grünes Gut" gewählt, dessen Chef auch gleich Ideen beisteuerte

Geplant war bei dem Treffen von Stadträten und Landrat ein Austausch mit Verantwortungsträgern im Fremdenverkehr, Gastgewerbe und Vereinen. Zur Debatte stand die touristische Ausrichtung der Region, Ideen sollten in die politische Arbeit einfließen. Fraktionssprecher Stefan Schwander freute sich über die Teilnahme von Alexandra Beier von der Tourismuszentrale des Landkreises. Auch der neue Festspiel-Vereinsvorsitzende Dr. Reiner Reisinger, Hermann Deyerl vom Tourismusverein sowie Museumsmitarbeiterin Theresia Pregler waren vertreten.

Beier gewährte den Gästen einen Überblick über die touristische Situation im Landkreis sowie über die Aktivitäten der Tourismuszentrale. Während sich im Landkreis ein Aufwärtstrend bei den Übernachtungszahlen feststellen lasse, sei die Entwicklung in Oberviechtach stark rückläufig. Das touristische Hauptklientel für die Region seien Familien mit Kindern über den Urlaub auf dem Bauernhof, Wanderer und Radler aller Altersklassen sowie auch tschechische Gäste, die vor allem die Fahrradwege nutzen. Überwiegend würden die Urlauber nach Angeboten mit Wandern und Radfahren fragen. Beispielsweise würden der Shuttle-Service für Wanderer auf dem Goldsteig oder ein Picknick-Service gut angenommen. Über die Internetseite www.oberpfaelzerwald.de sei die Zimmer-Buchung auch online möglich.

Sterne parat

Die Internetseite der Tourismuszentrale beinhalte zudem alle Informationen zu den Angeboten in der Region und im Landkreis. So biete das Tourismuszentrum auch Sterne-Klassifizierungen als Werbemaßnahme an. Landrat Thomas Ebeling bat alle Akteure, die Angebote des Landkreises zu nutzen. Messbare Erfolge seien nachweisbar. "Der Landkreis ist gerne bereit, hier unter die Arme zu greifen", so Ebeling. Landtagsabgeordneter Alexander Flierl hob die großen Potenziale der Region auch für Kurzurlauber hervor, die es zu nutzen gelte. Gerade unter der Marke des Oberpfälzer Waldes könnte der Naturerlebnis-Tourismus gut beworben werben, meinte er. Die Stärkung der Akteure im Tourismus, von Beherbergungsbetrieben und Gastronomie, sei entscheidend.

Gastgeber Andreas Meier führte aus, dass Gäste vor allem typische und saisonale Schmankerl in guter Qualität aus der Region erwarten. "Im Bereich der 25- bis 35-Jährigen ist ein Trend zur Themenküche deutlich spürbar", so Meier. Diese Möglichkeiten seien auch vor Ort zur Geltung zu bringen.

Ein großes Lob aller Beteiligten gab es für die Arbeit im städtischen Tourismusbüro sowie das umfassende kulturelle Angebot und die ausreichenden Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in der Region. Bei der Bereitstellung von Komplettangeboten könne der Tourismusverein organisatorisch unterstützen. In diesem Zusammenhang wurden die Ausführungen von Reisinger begrüßt, das Doktor-Eisenbarth-Festspiel zeitgemäß weiterzuentwickeln und neue Ansätze einfließen zu lassen.

Nicht ohne Marketing

Jedes Angebot sei jedoch nur so gut, wie es auch beworben wird. Ein umfassendes Stadtmarketingkonzept wurde deshalb angeregt und besprochen. Von einer professionellen Werbung profitiere nicht nur der Tourismus, das käme allen Bereichen zugute. Zudem werde auch ein entscheidender Beitrag zur Identifizierung mit der eigenen Heimat geleistet.
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