Untersuchung wichtig - Mehr Darmspiegelungen an der Asklepios-Klinik - Vortrag
Vom Polypen zum Darmkrebs

Lokales
Oberviechtach
16.05.2015
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Gut besucht war der Vortragssaal in der Asklepios Klinik, als Dr. Christian Glöckner, Leitender Arzt der Inneren Medizin, seinen Vortrag "Vom Polypen zum Darmkrebs" hielt. Darmkrebs ist der zweithäufigste Krebs bei Frauen und Männern. Symptome fehlen oft ganz und die Beschwerden wie Bauchschmerzen, Eisenmangel, Gewichtsverlust oder der Wechsel von Durchfall und Verstopfung weisen auch auf andere Krankheiten hin.

Vorbeugen kann eine gesunde Lebensweise mit wenig rotem Fleisch, vitaminreicher und ballaststoffreicher Ernährung. Die Einflüsse durch familiäre Vorbelastungen und das Alter sind nicht zu verhindern. Sieben bis zehn Jahre dauert die Entwicklung von einer Veränderung der Darmschleimhaut (einem kleinen Polypen) zum großen Polypen oder Darmkrebs. Statistiken belegen, dass von 100 Personen im Alter von 50 Jahren bereits 26 Prozent Polypen haben, drei Prozent der Polypen sind bereits Darmkrebs. Nur durch eine Koloskopie (Darmspiegelung), die in der Asklepios Klinik Oberviechtach nach einer Vorbesprechung ambulant möglich ist, erkennt man den Zustand des Dickdarms.

Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten. Nach ein bis vier Stunden (wenn die Wirkung der Beruhigungsspritze abgebaut ist) kann das Krankenhaus verlassen werden und man kann sofort wieder alles essen! Wird der Krebs frühzeitig entfernt, liegen die Heilungschancen bei 90 Prozent, sind bereits die Lymphdrüsen befallen können noch 50 bis 70 Prozent geheilt werden. Für alle, die weiter an das Krankenhaus in Oberviechtach glauben - besonders auch für den Gesundheitsverein - war es erfreulich zu hören, dass die Zahl der Darmspiegelungen in Oberviechtach in den letzten eineinhalb Jahren stark zugenommen hat. Leider lautete im letzten Jahr die Diagnose bei etwa zehn Prozent der Untersuchungen bereits Krebs. Dann hilft nur noch eine Bauchhöhlen-OP, die in der Asklepios Klinik Burglengenfeld durchgeführt werden kann. Der Termin für eine Nachsorge ist abhängig von der Anzahl, Art und Größe der Polypen und liegt zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

Nur durch Aufklärung kann der Bevölkerung die Angst vor der Untersuchung genommen werden, sonst erkranken weiterhin jährlich mehr als 60 000 Bundesbürger an Darmkrebs, mehr als 30 000 sterben daran. Dr. Glöckner beantwortete geduldig viele Fragen. Einige Gäste hatten schon selbst Erfahrungen mit Darmspiegelung oder Darmkrebs oder waren von Bekannten darüber informiert.
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