Unterwegs zu den Krisenherden

Die Teilnehmer am "Wetter-Treffen" mit Organisator und Sekretär Oberstleutnant a.D. Franz Herbst (rechts). Bilder: bgl
Lokales
Oberviechtach
22.09.2015
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Sie machten Dienst in der Wehrpflichtarmee während des Kalten Krieges. Beim 41. "Wetter-Treffen" tauschten sich die ehemaligen Offiziere und Beamten der Grenzlandkaserne über eine grundsätzlich veränderte Weltlage mit einem völlig anderen Bedrohungsszenario aus.

Zum 41. Mal trafen sich die Offiziere und Beamten, die in der Zeit von Brigadegeneral a.D. Eberhard Wetter als Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 - von Oktober 1970 bis September 1972 - im Standort Oberviechtach dienten. Damals fassten sie den Entschluss, beim "Wetter-Treffen" ein ganzes Wochenende miteinander zu verbringen.

Längst ist daraus ein Familientreffen geworden, welches lange Jahre organisiert wurde durch Oberstleutnant a.D. Dirk Witteler. Seit dessen frühem Tod im Jahre 2007 führt OTL a.D. Franz Herbst diese Aufgabe in bewährter Manier weiter.

Da die Teilnehmer wieder aus allen Teilen Deutschlands anreisten, traf man sich zunächst im gemeinsamen Quartier "Taverne" in Lind zu einem lockeren Gesprächsaustausch. Den zweiten Tag des Treffens nützte der Kommandeur der Grenzlandkaserne, Oberstleutnant Mario Brux, über die derzeit vielfältigen Aufgaben des Bataillons zu referieren. Er bezog sich vor allem auf die vielfältigen Aufgaben und Einsätze des Bataillons in der seit den siebziger Jahren völlig veränderten Situation in der Bundeswehr.

Brux sprach die Zeit des Kalten Krieges, der Ost-West-Konfrontation und einer Wehrpflichtarmee im Gegensatz zu heute an, mit einer sehr deutlich reduzierten Freiwilligenarmee und in einer sich grundsätzlich veränderten Weltlage mit globalen Aufgaben in einem völlig anderen Bedrohungsszenario. In diesem Zusammenhang berichtete der Kommandeur von den Einsätzen in Afghanistan und im Balkan sowie den Abstellungen einzelner Soldaten auch zu vielen Einsätzen in den weltweiten Krisenherden. Dazu erläuterte er den personellen Stand und die Aufgaben in Ausbildung und Erziehung, sowie die persönliche Ausstattung und Ausrüstung mit Waffen und Gerät. Nach dem Mittagessen in der "Hammerschänke" in Lukahammer setzte sich das Nachmittagsprogramm mit einem Rückblick in die Vergangenheit fort.

Zum traditionellen Abendessen in der Offiziersheim-Gesellschaft waren auch Oberstleutnant Mario Brux und Bürgermeister Heinz Weigl geladen. Dabei überreichte Brigadegeneral a.D. Eberhard Wetter an den Kommandeur das Gastgeschenk. Dies war eine Spende von über 600 Euro für die Franz-Jobst-Hilfe des Bataillons zur Unterstützung in Not geratener Soldaten und deren Familien.

Bürgermeister Heinz Weigl gab als Ehrenschirmherr des Treffens einen Rückblick über die Garnisonsstadt und ihre Zukunftspläne.
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