Vernissage mit Werken von Natalia Schwarz-Orlowa
Werden, Leben, Vergehen

Lokales
Oberviechtach
16.05.2015
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Eine nicht alltägliche Ausstellung wird heute um 19 Uhr im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum eröffnet. Die Malerin Natalia Schwarz-Orlowa zeigt eigene Werke, zugleich aber auch Arbeiten, die von demenzkranken Menschen geschaffen wurden. Diese wurden von der Kunstmalerin betreut, die sich als Altenpflegerin und angehende gerontopsychiatrische Fachkraft der maltherapeutischen Arbeit mit Demenzkranken widmet.

In ihren eigenen symbolistischen Bildern demonstriert Natalia Schwarz-Orlowa ästhetische Abstraktion, Leichtigkeit des Seins, aber auch menschliche Urängste. Die Malerin gestaltet Gedanken- und Sehnsuchtsträume, aber auch neue Sichtweisen und Aspekte menschlichen und dinglichen Seins. Als Sinnsuchende hinterfragt sie das Werden, Leben und Vergehen sowohl vor christlichem als auch philosophischem Hintergrund.

Für demenzkranke Menschen kann malerisch-graphische Kommunikation zunehmend Worte ersetzen und damit Passivität und Unsicherheit entgegenwirken. Die ausgestellten kleinformatigen Bilder von Demenzkranken mit fast kryptographischen Botschaften werden durch wenige kommentierende Worte sinnbringend und emotional aufgeladen.

Nach der Vernissage, zu der alle Freunde der Malkunst geladen sind, kann die Ausstellung bis zum 14. Juni zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden. Oberstudienrat Tobias Krafczyk führt in die Ausstellung ein; Jürgen Rohr (Percussion) gestaltet die Eröffnungsveranstaltung musikalisch.
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