Viel Freizeit geopfert

Alle Unstimmigkeiten zwischen der Oberviechtacher Feuerwehr und Kreisbrandinspektor Manfred Pohl (links) sind beseitigt. Versöhnlich reichten sich Kommandant Dietmar Hein und Pohl, der in diesem Jahr aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheidet, die Hand. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
09.01.2015
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Seit drei Jahren laufen die Vorbereitungen für das große Fest: Von 10. bis 13. Juli feiert die Feuerwehr heuer ihr 150-Jähriges. Was die 439 Mitglieder alljährlich bewegen, legten die Führungskräfte bei der Jahreshauptversammlung offen.

Nur noch 184 Tage waren es vom Dreikönigstag, dem Tag der Jahreshauptversammlung der Stützpunktwehr, bis zum Festauftakt und Bieranstich zum 150- jährigen Gründungsfest vom 10. bis 13. Juli. Da auch vor 25 Jahren alles "wie am Schnürchen" geklappt hat, geht Festleiter Paul Bauer, bei der Versammlung vertreten durch Stefan Schwander, davon aus, dass auch diesmal alles reibungslos über die Bühne gehen wird.

Jede Hand gefragt

Vom Nachwuchs, den Festdamen, vielen Aktiven bis hin zum Ehrenvorsitzenden Michael Mayer war bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Vereinslokal Grundler wieder alles vertreten, denn das anstehende Jubiläumsfest im Juli rückt immer näher. Da heißt es zusammenrücken und anpacken, denn wenn die Feier gut gelingen soll, wird jede Hand gebraucht. Das machten bei der Versammlung sowohl Vorsitzender Hans Roßmann als auch Stefan Schwander deutlich. Roßmann erinnerte beim Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder besonders an Johann Roßmann und Josef Blödt, die beide der Wehr über viele Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten haben.

Jugend mit 27 Abzeichen

Jugendwart Thomas Grundler legte einen eindrucksvollen Bericht über die Arbeit der Feuerwehrjugend vor. Er verwies auf die feuerwehrtechnische Grundausbildung. Insgesamt 27 Abzeichen verbuchte die Jugend für sich, an über 60 Tagen war der Nachwuchs im Einsatz.

53 Personen gerettet

Auch der Leiter der "First Responder", Martin Grundler, legte eine beeindruckende Jahresbilanz vor. Die Kräfte, unter ihnen drei Rettungsassistenten und ein Rettungssanitäter, haben im vergangenen Jahr bei 60 Einsätzen 176 Einsatzstunden geleistet und dabei 53 Personen gerettet. Nebenbei verbesserten sie in 70 Übungsstunden ihren Ausbildungsstand. Dafür zollt ihnen Grundler seine Anerkennung.

Nach dem Bericht von Kommandant Dietmar Hein (Bericht folgt), der sich besonders über die Anwesenheit von Kreisbrandinspektor Manfred Pohl freute, sagte Kaplan Konrad Maria Ackermann der Feuerwehr namens der Pfarrgemeinde Dank für ihre Unterstützung bei allen kirchlichen Festen und Feiern. Er hatte als Geschenk eine Spende dabei.

Seniorensprecher Hans Lößl berichtet über gut besuchte "Seniorenstammtische" und lud alle "Ü-50er" ein, sich daran zu beteiligen. Höhepunkte waren im vergangenen Jahr Besuche in der Justizvollzugsanstalt Amberg, bei der Oberviechtacher Firma Hafenrichter und ein Abstecher zur Feuerwehrjugend im Zeltlager.

Schatzmeister Robert Hoffmann, erklärte bei seinem Kassenbericht, dass er bei der Neuwahl im kommenden Jahr für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Als erfreulich wertete Vorsitzender Roßmann die Tatsache, dass im Vorjahr 18 neue Mitglieder aufgenommen wurden und die Gesamtzahl damit gesteigert werden konnte. Unter den nun 439 Mitgliedern sind 79 Frauen und Mädchen. Höhepunkte waren ein sehr gut besuchter Rosenmontagsball, der viele Kräfte forderte, doch auch viele Bälle sind in der Faschingszeit besucht worden. Ein großes Lob sprach Roßmann all denen aus, die im Sommer die Jubiläumsfeste anderer Wehren und Vereine besucht haben.

Gute Werbung

Mit Abordnungen von über 60 Teilnehmern habe man gut für das eigene Fest in diesem Jahr geworben. Roßmann würdigte alle, die sich im vergangenen Jahr engagiert haben. Besonders die Aktiven würden fast ihre ganze Freizeit für ihre Mitbürger opfern. Oft werde dies als Selbstverständlichkeit gesehen, dabei sei der Stellenwert dieser Arbeit nicht hoch genug einzuschätzen. In diesem Jahr biete sich nun die Möglichkeit, die Arbeit der Oberviechtacher Feuerwehr durch einen Festbesuch zu honorieren.
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