Vortrag über Suizidalität bei Schülern - Hilfsangebote
Ritzen und Brennen

Lokales
Oberviechtach
28.10.2014
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In einem eindrucksvollen Referat führte Diplom-Psychologin Christiane Schmermer von der "Arche" in München, in das Thema "Abschätzung der Suizidalität bei Schülern" ein. Selbstverletzendes Verhalten, das sich durch Schneiden, Brennen, Schlagen und Ritzen ausdrückt, finde man bei Menschen, die physische oder sexualisierte Gewalt, oder Tod und Trennung von Familienmitgliedern erlebt haben.

Diese haben oft ein geringes Selbstwertgefühl, fühlen sich machtlos und lenken dann ihre Aggression gegen sich selbst. Selbstverletzung könne als Ausdruck der Wut entstehen oder auch aus dem Wunsch nach einer heldenhaften Tat. Die dahinterstehende Botschaft könne sein: "Lasst mich in Ruhe!", aber auch "Ich brauche Aufmerksamkeit und Hilfe", führte die Referentin aus. Hilfsangebote sollten sich darauf konzentrieren, Stress auslösende Faktoren herauszufinden und die emotionale und soziale Kompetenz zu stärken.

Im zweiten Teil ging die Referentin auf Selbstmord bei Kindern und Jugendlichen ein, stellte die Signale dar und nannte Auslöser, Motive und Ursachen für eine Tat, die jährlich etwa 10 000 Menschen begehen. Breiten Raum nahmen die Hinweise für den Umgang mit selbstmordgefährdeten Personen ein. Auch eine Liste mit Adressen für Hilfsangebote wurde veröffentlicht.
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