Wasser als wertvollstes Gut

Klärwärter Josef Kühner erklärte den Stadträten die Funktionsweise der Kläranlage und zeigte auch die Probleme auf. Bilder: weu (2)
Lokales
Oberviechtach
24.10.2014
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95 Kilometer Wassernetz im Bereich des Stadtgebietes müssen überwacht und gewartet werden, damit über 1650 Haushalte täglich mit rund 700 Kubikmetern keimfreiem Wasser versorgt werden können. In der Kläranlage fallen pro Jahr bis zu 1000 Kubikmeter Klärschlamm an.

Nachdem die Liegenschaften der Schwarz-Stiftung in München bereits besichtigt wurden, gingen die Stadträte erneut auf Tour. Dieses Mal wurden die städtischen Einrichtungen für die Wasserversorgung sowie der Entsorgung begutachtet.

Probleme erkennen

Für Bürgermeister Heinz Weigl war es ein Anliegen, dass sich die Räte ein Bild von diesen lebenswichtigen Einrichtungen machen, um dann auch besser über anstehende Maßnahmen urteilen zu können. Neben dem Kennenlernen war es natürlich auch Zielaufgabe, anstehende Probleme und Maßnahmen zu erkennen sowie mit Wassermeister und Klärwärter ins Gespräch zu kommen. Im Wasserwerk am Galgenberg empfing Wassermeister Michael Welnhofer die Räte und führte sie in das 50 Jahre alte Gebäude mit seinen zwei riesigen Aufbereitungsbehältern.

"Mit 1500 Kubikmetern ist das dahinter lagernde Wasserreservoir größer als unser Schwimmbad", erklärte Welnhofer, "95 Kilometer Wassernetz im Bereich des Stadtgebietes müssen überwacht und gewartet werden, damit über 1650 Haushalte täglich mit rund 700 Kubikmetern keimfreiem Wasser versorgt werden können". Großen Wert lege man auf das Filtern ohne Chemie. Beeindruckt zeigten sich die Räte von den imposanten Rohrleitungen, in denen bis zu 30 Liter pro Sekunde durchrauschen können.

Auch das Herzstück der Anlage, die elektronische Überwachung aller Wasserstände und Bewegungen im Stadtbereich, fand das Interesse aller. Nach dem anschaulichen Rundgang und mit dem Wissen um die große Verantwortung eines Wassermeisters ging die Fahrt weiter zu den Wasserversorgungseinrichtungen Roßhaupt (Nähe Schießanlage), Wildeppenried sowie Pullenried (Neubau 2004), die Welnhofer als Schmuckstück bezeichnete. In der Pullenrieder Kläranlage erwartete dann Klärwärter Josef Kühner das Gremium und demonstrierte die Funktionsweise dieser belüfteten Anlage.

Nach einem Zwischenstopp im Klärwerk von Wildeppenried, das nach dem Prinzip einer Scheibentauchkörperanlage arbeitet, ging es zur letzten Station. Das Ziel war die große Anlage in Nottersdorf, die mittlerweile 31 Jahre alt ist und in einigen Jahren renoviert oder neu gebaut werden muss. Überrascht zeigten sich die Räte nach der Besichtigung von Klärbecken, Faulturm und Berieselungsanlage, als Josef Kühner sie in die weitläufigen Katakomben mit den scheinbar endlosen Rohrleitungen führte.

Riesige Mengen

2000 Kubikmeter (bei starkem Regen bis 10 000 Kubikmeter) Abwasser werden täglich angeschwemmt und 800 bis 1000 Kubikmeter Klärschlamm müssen jährlich entsorgt werden, erklärte er. Vom Abwasser können immerhin 95 Prozent des Schmutzanteils herausgefiltert werden, das Wasser mit den restlichen fünf Prozent werde in die Murach eingeleitet, die das verkraften könne. Das Gremium zeigte sich von der verantwortungsvollen und engagierten Arbeit von Wassermeister und Klärwärter beeindruckt.
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