Weißbier und Sinnsprüche

Über die guten Kontakte zwischen den Schülern des Ortenburg-Gymnasiums und ihren Partnern aus Saint-Pourçain freuten sich auch die Lehrkräfte und Bürgermeister Heinz Weigl (Zweiter von links) beim gemeinsamen Gruppenbild. Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
06.02.2015
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BMW, eine Glasbläserei und Weißbier: Bei dieser Mixtur bekommen Schüler aus der Auvergne einen Eindruck von Bayern. Die jungen Franzosen scheinen das Angebot zu schätzen: Mit 32 Teilnehmern bringen sie Schwung in die Schulpartnerschaft mit dem Ortenburg-Gymnasium.

Dass die Schulpartnerschaft zwischen dem Ortenburg-Gymnasium (OGO) und dem Lycée Collège Blaise de Vigenère lebt, zeigt die hohe Teilnehmerzahl: 32 junge Franzosen sind derzeit zu Besuch in der Schule und bei den Gastgeberfamilien. Gemeinsamer Unterricht und Exkursionen bestimmen das Programm. "Bereits in jungen Jahren sollen Beziehungen zwischen den Menschen verschiedener Nationen aufgebaut werden", forderte Bürgermeister Heinz Weigl, als er zusammen mit den Lehrkräften die Schüler aus Saint-Pourçain und ihre drei begleitenden Lehrer am Ortenburg-Gymnasium begrüßte. Etwas länger als eine Woche dauert das Gastspiel der Besucher aus dem Nachbarland. Bei mehreren Exkursionen können sie "Land und Leute kennenlernen", wie ihnen Bürgermeister Weigl wünschte.

Übersetzung erwünscht

"Wenn wir gewusst hätten, dass es so viel Schnee gibt, dann hätten wir Ausflüge in den Bayerischen Wald zum Skifahren organisiert", witzelte Oberstudiendirektor Günter Jehl, der sich besonders über die hohe Zahl an Interessenten freute. Nicht nur daran sehe man, dass die Schulpartnerschaft zwischen dem Lycée in der Auvergne und dem OGO mit Leben erfüllt ist. Dies sei auch ein Verdienst der betreuenden Lehrkräfte - auf französischer Seite Audrey Schiess, Sylviane Perrot und Emmanuel Torregrosa, seitens des OGO Stephan Sturm und Christina Meidl als Organisatoren. Jeder Schüler durfte sich bei Oberstudiendirektor Jehl einen markanten Sinnspruch aus einem Behälter holen. Eine Übersetzung ins Französische war der Wunsch des Schulleiters.

Lob der Freundschaft

Sowohl Bürgermeister Heinz Weigl als auch Schulleiter Günter Jehl würdigten bei der Begrüßung der jungen Gäste die freundschaftlichen Kontakte. Dass Freundschaft und harmonisches Zusammenleben aber nicht selbstverständlich sind, zeige sich in zahlreichen Krisengebieten, aus denen die Menschen fliehen. Auch die syrischen Flüchtlinge in Oberviechtach seien ein Beispiel dafür. Um Land und Leute von Oberviechtach, der Region und von Bayern kennenzulernen, unternehmen die französischen Gäste Exkursionen nach München in die "BMW-Welt" und zum Olympiagelände, verbunden mit einer Stadtführung. Auch Bayreuth und die Glasbläserei Weinfurtner in Arnbruck sind Ausflugsziele. Eine Besichtigung der Neunburger Weißbierbrauerei unter der Führung von Studiendirektor Dr. Ludwig Schießl stand ebenfalls auf dem Programm. Die winterliche Burgruine "Haus Murach" erlebten die französischen Schüler gleich zum Auftakt ihres Besuchs.

DVD als Andenken

Das Wochenende verbrachten die Schüler bei den Gastgeberfamilien. Den Eltern sowohl in Deutschland als auch in Frankreich, die die Begegnung der Jugendlichen mittragen, wurde besonders gedankt. Der Bürgermeister brachte für die Jugendlichen DVDs von Oberviechtach mit. Auch die Gäste hatten Präsente aus der Heimat für den Bürgermeister und den Schulleiter eingepackt.
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