Windkraft und andere Wünsche

Am 29. August eröffnet die Dirk Rossmann GmbH den neuen Drogeriemarkt in Oberviechtach. Während im Gebäude die Maler den letzten Feinschliff setzen, wird im Außenbereich an der Fertigstellung des Parkplatzes gearbeitet. Die Werbeanlagen in der Nunzenrieder Straße waren am Dienstag Thema im Stadtrat. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
15.07.2015
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"Wir sind überhaupt nicht betroffen", sagte Amtsrat Peter Spichtinger und so gab es auch keine einschränkende Stellungnahme zur Darstellung von Windkraftzonen im Flächennutzungsplan der Kommunen Niedermurach und Guteneck. Auch ein Plan aus Erding lag dem Bauausschuss vor.

"Wir sind kurz vor dem Ziel, dass wir in Oberviechtach wieder einen Drogeriemarkt haben", freute sich Bürgermeister Heinz Weigl bei der Sitzung des Bauausschusses. Die Eröffnung ist am Samstag, 29. August, geplant. Am Dienstag lag den Stadträten ein Antrag von der Firma Dirk Rossmann GmbH zur baurechtlichen Genehmigung von Werbeanlagen in der Nunzenrieder Straße vor. Dazu gab es keine Einwände.

Belange der Stiftung

"Die Stadt wird in ihrer Planungshoheit nicht beeinträchtigt", lautet die Stellungnahme zur 3. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Niedermurach und zur 4. Änderung dieses Planwerks der Gemeinde Guteneck. Die beiden Nachbarkommunen planen die Darstellung von Konzentrationszonen zur Windkraftnutzung. Bürgermeister Heinz Weigl lobte die Vorgehensweise, die helfe, einen späteren "Wildwuchs" von Windrädern zu vermeiden. Amtsrat Peter Spichtinger zeigte auf, dass die geplante Konzentrationszone "ganz im Westen" der Gemeinde Niedermurach liegt. Beide Stellungnahmen wurden mit einem einstimmigen Beschluss genehmigt.

Ebenfalls in der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung lag ein Bebauungsplan der Stadt Erding vor, nachdem die Stadt Oberviechtach Eigentümerin eines benachbarten Grundstücks ist. "Die Belange der Stiftung werden nicht berührt", lautete der Verwaltungsvorschlag. Auf Anregung des Bürgermeisters wird die Bitte angefügt, dass die Stadt Erding bestätigt, dass das Aufsetzen eines weiteren Stockwerks (6. Etage) auf die Wohnanlage durch den Bebauungsplan "Poststadl" nicht eingeschränkt wird.

Außerdem standen zwei Bauvoranfragen auf der Tagesordnung, bei denen es nicht einfach ist, das Baurecht zu bekommen. In beiden Fällen sprachen die Räte jedoch das gemeindliche Einvernehmen aus. Nun wird das Landratsamt prüfen, ob eine Bebauung möglich ist. Im ersten Fall geht es um die Teilfläche eines Grundstücks in Nunzenried (Außenbereichslage Richtung Bundesstraße 22). "Wir sollten das Wohnen auf dem Dorf fördern, damit diese nicht aussterben", sagte der Bürgermeister und Barbara Ruhland (CWG) pflichtete ihm bei.

Die zweite Bauvoranfrage betrifft ein Grundstück am Galgenberg. Dieses ist, zusammen mit weiteren Wiesenflächen, nicht als Baugebiet ausgewiesen, könnte jedoch in Altstadtnähe einen Lückenschluss zwischen zwei Baugebieten darstellen. Bauamts-Chef Peter Spichtinger sprach einen eventuellen Konflikt mit dem Vertrauensschutz im Sandradl II an.

Einstimmig wurde das gemeindliche Einvernehmen zu den vorliegenden Bauanträgen erteilt: Veronika und Andreas Simon erhielten für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage im Münchner Ring im Baugebiet Kapellenweg-Forst eine Befreiung von Dachform und Bauweise (E+1 mit flach geneigtem Walmdach). Von Gottfried Berger lag ein Antrag auf isolierte Befreiung von der Abstandsfläche für die Errichtung eines Holz-Gartenhäuschens mit Freisitz in Eigelsberg vor.

Nur noch zwei Parzellen

Wilfried Penzkofer kann in der Nepomukstraße ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage und Carport erstellen. Firstrichtung, Kniestock-Höhe und Garagenstandort weichen vom Bebauungsplan Kapellenweg-Forst ab. "Bis auf zwei Parzellen ist damit die Nepomukstraße bebaut", informierte Spichtinger. Auch zur Nutzungsänderung eines Betriebsleiterwohnhauses in Pirkhof (Antrag von Christine Jocher) hatten die Stadträte nichts einzuwenden.
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