Züchtigung in Schule bis 1980 - Aus der Chronik
Prügel vom Grobian

Lokales
Oberviechtach
03.07.2015
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Bei seinem Vortrag über die Schulgeschichte hatte Rektor Hubert Teplitzky auch amüsante Details aus der Schulchronik parat. Vom Empfang der Armen Schulschwestern am 3. Februar 1885 durch Oberviechtachs Bürgermeister Michael Rohrmüller wird berichtet, dass er mit den Schulschwestern per Schlitten zum neuen Bestimmungsort fuhr.

Dort begrüßten sie der Ortspfarrer und Distriktschulinspektor Stephan Pöllmann, der Magistrat, die "Herrn Lehrer" mit der Schuljugend und die Mädchen in weißen Kleidern.

1913 schreibt ein ehemaliger Schüler: "Es war in der 2. Klasse, als wir einen anderen Lehrer bekamen, jung und himmellang. Der war ein ausgemachter Grobian; oft sprang er mit seinen langen Haxen auf den Bänken umher und haute uns die Schulbücher auf die Köpfe."

Teplitzky merkte dazu an, dass Lehrer im Mittelalter meist mit einer Rute oder einem Rutenbündel abgebildet wurden. Das war eine Art Standessymbol. Die körperliche Züchtigung wurde in den bayerischen Schulen allerdings 1980 endgültig abgeschafft.
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