Zweite Runde der Bürgerwerkstatt mit Studentin Jacqueline Hötzel - Stärken und Schwächen ...
Frische Ideen für Wohnen und Freizeit

Jacqueline Hötzel, Studentin für Landschaftsarchitektur, erarbeitete mit interessierten Bürgern mögliche Entwicklungsziele und Projektideen, um die Stadt Oberviechtach voranzubringen. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
06.10.2014
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Die zweite Runde der Bürgerwerkstatt ist eingeläutet, bei der das Hauptaugenmerk auf den Ideen liegt, die von den Bürgern vorgeschlagen werden. Zum zweiten Treffen der Bürgerbeteiligung für das Projekt "Stadtumbau-West" (Am Schießanger) begrüßte die Studentin für Landschaftsarchitektur, Jacqueline Hötzel, die Interessierten im Gasthof "Zur Post".

Unter ihnen auch die beiden stellvertretenden Bürgermeister Christa Zapf und Johann Hösl. In einem kurzen Rückblick ging Hötzel auf die bei der ersten Zusammenkunft genannten Ideen ein und unterzog diese einer kritischen Wertung. Der erste Vorschlag, einen "Volksfestplatz" auf dem Gelände am Schießanger zu errichten, wurde aus Gründen des Platzmangels und der Lärmbelästigung schnell verworfen.

Die zweite Variante eines reinen Wohngebiets mit Doppelhaushälften, Mehrgenerationenhäusern und gemeinsamen Treffpunkten für Jung und Alt wurde ausführlich diskutiert und gefiel den Anwesenden. Auch ein Areal für die Freizeitgestaltung, das sich als dritte Möglichkeit anbietet, erhielt Zustimmung. Hötzel könnte sich darunter ein Gemeinschaftshaus für die Jugend vorstellen, Spielplätze, Sinnes-Lehrpfad, überdachtes Theatron, Fitnessgeräte sowie einen Innenhof für Feste.

Egbert Völkl brachte den Vorschlag für einen Backofen ein. Die Häuser könne er sich in Holzbauweise mit Dachbegrünung vorstellen, auch an ein Gründerzentrum denke er. Dem schloss sich auch Johann Hösl an. Baureferent Peter Spichtinger wies darauf hin, dass von den insgesamt 11 000 Quadratmetern 8 700 Quadratmeter für öffentliches Wohnen vorgesehen sind und dass man seitens der Stadt hier ein gutes Wohnangebot für ausscheidende Soldaten anbieten möchte.

In Gruppenarbeit wurden sodann die Stärken des Ortes wie gute Vereinsstruktur, vielfältige Bildungsmöglichkeiten, Kinderfreundlichkeit und reizvolle Landschaft herausgearbeitet, aber auch Schwächen, die sich besonders in fehlenden Fachärzten und mangelnder Verkehrsanbindung zeigen. Auch die Risiken und Chancen wurden in Beispielen an Stellwänden fixiert. Als mögliche Entwicklungsziele und Projektideen wurden Industrieansiedelungen genannt sowie Ausbau der Gastronomie und des Tourismus, Sanieren der Leerstände, Netzwerk Jung/Alt und gemeinsame Wohnformen. Jacqueline Hötzel bedankte sich für die konstruktive Mitarbeit und versprach, ihre Bachelor-Arbeit in einer Ausstellung zu präsentieren. Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf wünschte der Studentin viel Erfolg und animierte sie: "Ich freue mich auf das fertige Ergebnis."
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