Besuch aus Berlin
Staatssekretär spricht bei Pflegekonferenz

Aufmerksam verfolgten (von links) Heimberater Dr. Hubert Zahnweh, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl, Altenheim-Geschäftsführer Karl-Heinz Stoppa und MdB Karl Holmeier die Ausführungen von Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU). Bild: frd
Politik
Oberviechtach
10.12.2015
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Die Bundesregierung machte ein neues Pflegestärkungsgesetz. Einer, der es mitgestaltete, ist der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit. Karl-Josef Laumann (CDU) kam zu einer Pflegekonferenz in den Wahlkreis von MdB Karl Holmeier (CSU).

Zu Beginn dieses Jahres hat das Pflegestärkungsgesetz I (PSG I) die Situation von Pflegebedürftigen, deren Angehörigen, der Pflegeeinrichtungen, aber auch der Pflegekräfte verbessert. Im Januar 2017 wird das PSG II in Kraft treten. Beide Gesetze bauen aufeinander auf, ergänzen sich und sorgen für eine lange schon überfällige Weiterentwicklung der Pflegeversicherung. Auf Einladung von MdB Karl Holmeier referierte zu diesem Thema der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Karl-Josef Laumann (CDU).

Erhöhung akzeptiert


Den Begrüßungspart im Mehrzweckraum des Alten- und Pflegeheimes übernahm Geschäftsführer Karl-Heinz Stoppa. Neben vielen weiteren Gästen hieß er auch Vertreter der Ärzteschaft und Dr. Hubert Zahnweh willkommen, einen gebürtigen Oberviechtacher, der seit Jahren als zuverlässiger Berater das Oberviechtacher Altenheim unterstützt.

In seinem Vortrag zeigte der Pflegebevollmächtigte der Regierung auf, dass die Anzahl der Pflegebedürftigen jedes Jahr um zwei bis drei Prozent steigt und sich schon jetzt 700 000 Pflegekräfte um sie kümmern. Doch noch immer müssen in sechs Bundesländern Auszubildende in Pflegeberufen etwa 300 Euro im Monat an Schulgeld selbst zahlen, was in anderen Berufen nicht der Fall ist. Obwohl die Pflegeversicherung um 20 Prozent erhöht worden ist, habe dies Verständnis bei der Bevölkerung gefunden, denn jährlich werden 20 000 Pflegekräfte mehr benötigt.

Im kommenden PSG II werde der Pflegebedürftige nicht mehr nach "Pflegeminuten" eingestuft, sondern seine Pflegebedürftigkeit ganzheitlich gesehen. Es werde geprüft, wie gut der Pflegebedürftige noch ganz alleine durch den Tag gehen könne und welcher Hilfen er bedürfe. Ab 2017 werde es in allen Pflegeeinrichtungen nur eine Zuzahlung geben. Dennoch sei auch die Hilfe der Familie, der Verwandten und der "Ehrenamtlichen" immer noch nötig, damit die Pflege finanzierbar bleibe.

Die Zuhörer spendeten dem Referenten aus dem Münsterlande großen Beifall. MdB Karl Holmeier fügte in der Diskussion an, dass auch im Pflegebereich der Mittelstand und die regionalen Pflegeeinrichtungen und Sanitätshäuser ihre Chancen behalten müssen. Ein Fragesteller bedauerte, dass die endgültige Umsetzung des PSG II bis 2020 hinaus dauern werde, doch waren sich alle einig, dass die Bundesregierung mit diesem Gesetz auf dem richtigen Weg sei.
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