Chance für schnelleres Verfahren zum Bebauungsplanentwurf „Schießanger“
Wohngebiet vom Discounter „abgekoppelt“

Damit die Bagger bald am "Schießanger" anrollen können, werden Wohngebiet (vorne) und Sondergebiet Einzelhandel (Lidl) getrennt. Bild: Portner
Politik
Oberviechtach
20.01.2016
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Mit einer kurzen Sitzung startete der Bauausschuss am Dienstagnachmittag ins neue Jahr. Zunächst informierte Amtsrat Peter Spichtinger über den aktuellen Sachstand zum Baugebiet "Schießanger". Hierzu hätten am Montag zwei wichtige Besprechungen stattgefunden.

Am Vormittag wurde mit zwei Vertretern vom Discounter Lidl die künftige Zufahrt und Anbindung der Lkw-Anlieferung zur Staatsstraße besprochen. Der Lidl-Vorschlag "rückwärts einscheren" sei dem Straßenbauamt zu gefährlich, und eine von Weigl aufgezeigte Möglichkeit passe nicht zum Marktkonzept mit seinen fest fixierten Regalplänen. "Wenn wir zu lange brauchen, um die Zufahrt zu regeln, würde dies das Blockheizkraftwerk und die Grünflächengestaltung verzögern", berichtete Spichtinger im Bauausschuss.

Die Lösung zeichnete sich dann am Montagnachmittag bei der Besprechung im Landratsamt Schwandorf ab. So wird der Lidl-Bereich mit der geplanten Gebäudeerweiterung vom Bebauungsplan "Wohngebiet" abgekoppelt und als "Sondergebiet Einzelhandel" separat aufgestellt. Wie Spichtinger ausführte, sei damit der Zeitdruck für Lidl weg und die notwendige Flächennutzungsplanänderung könne parallel mit dem Bebauungsplan für Lidl erfolgen. "Das ist der korrekte Weg um schnell weiterzukommen", bekräftigte der Bürgermeister. Der Stadtrat hatte bei seiner Dezember-Sitzung den Vorentwurf des Bebauungsplans "Schießanger" gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und Träger öffentlicher Belange beschlossen.

Auf der Tagesordnung stand am Dienstag auch ein Bauantrag von Josef Suckart für den Neuausbau des Dachgeschosses als Fremdenzimmer. Nachdem dieser schon Ende Dezember bei der Stadt eingegangen war und das Landratsamt im Hinblick auf die Unterbringung von Flüchtlingen unter Zeitdruck steht, traf Bürgermeister Heinz Weigl eine Eilentscheidung zur baurechtlichen Genehmigung. Die Räte nahmen davon Kenntnis. Keine Einwände gab es auch zum Vorhaben von Christian Götz in Tressenried auf Erweiterung des Wohnhauses durch Abbruch des Nebengebäudes, sowie zum Antrag von Johann Hösl in Hof auf Erweiterung der Bergehalle.

Geländeauffüllungen sind bis 500 Quadratmeter und einer Höhe von zwei Meter genehmigungsfrei. Das Vorhaben von Johann Ruhland übersteigt diese Grenze, wobei der Bauausschuss für das Vorhaben bei der Wildeppenrieder Mühle (Optimierung der landwirtschaftlichen Nutzung) grünes Licht gab. Ebenso verfuhr man bei der geplanten Geländeaufschüttung durch Tobias Ruhland im Industriegebiet West, der hier LKW-Stellflächen und Lagermöglichkeiten schaffen möchte.
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