Junge Union Region Oberviechtach blickt auf ein bewegtes Jahr zurück
"Ein Stadtschloss für Akten"

JU-Ortsvorsitzender Dr. Alexander Ried legte eine beeindruckende Bilanz vor. Bild: hfz
Politik
Oberviechtach
23.02.2016
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In seinem Bericht blickte der JU-Ortsvorsitzende Dr. Alexander Ried auf ein bewegtes Jahr zurück. Der Mitgliederstand ist mit aktuell 60 Personen auf einen Rekordstand angewachsen. Als "Aufreger des Jahres" bezeichnete er die Stadtratsentscheidung für den Bau eines Stadtarchivs am Taubenplatz.

Die Junge Union (JU) Region Oberviechtach traf sich im Gasthof "Zur Post", um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Neben der JU-Kreisvorsitzenden Bettina Bihler und Ortsvorsitzenden aus benachbarten Orten war auch Landrat Thomas Ebeling anwesend. In seinem Bericht nannte der JU-Ortsvorsitzende Dr. Alexander Ried, laut der dem NT zugeleiteten Pressemitteilung, einen Rekordstand von aktuell 60 Mitgliedern. Mit dem Lehrstellenspiegel und der Schulwegplakataktion habe man sich wieder für die jungen Mitmenschen eingesetzt. Ebenso habe man als JU den CSU-Ortsverband bei seinen Aktionen tatkräftig unterstützt.

Jubiläum als Highlight


Als "Highlight" des letzten Jahres bezeichnete Dr. Ried die Feier zum 45-jährigen Bestehen des JU-Ortsverbands. Sein besonderer Dank ging hierfür an Stadtrat Tobias Ehrenfried, der diese Veranstaltung fast im Alleingang auf die Beine gestellt habe. Versachlicht habe sich laut dem Redner die Arbeit im Stadtrat. So sei man oftmals abgekommen von den permanenten 9:8 Abstimmungsergebnissen. Dr. Ried sah nun auch für CSU-Projekte die Chance auf Umsetzung. Jedoch müssten einstimmige Beschlüsse wie zur Wirtschaftsansiedelung oder den Tauschstadeln auch mit Nachdruck umgesetzt werden. Er stellte für die jungen Vertreter im Stadtrat fest, dass man entscheidende Impulse in vielen Bereichen gegeben habe.

So würde nunmehr der Spielplatz am Pfälzer Weg aufgebessert, auch wenn man sich für ein Spielplatzkonzept eine Bürgerbeteiligung gewünscht hätte. "Die Vorgehensweise zu den Spielplätzen glich eher einer Streichliste als einem durchdachten Konzept." Dr. Ried betonte, dass nun auch im Umland, wie beispielsweise in Pullenried, eine Aufwertung der Spielplätze folgen müsse. Ebenso hätten sich die JU-Vertreter für eine zeitgemäße digitale Infrastruktur stark gemacht. "Die Veranstaltungen am Marktplatz wie die ,Oberviechtacher Rauhnacht' haben bereits davon profitiert." Durch das Bayern-WLAN-Programm könnten in Kürze weitere Hotspots folgen.

Einen weiteren Erfolg verbuchte die JU darin, dass das Thema Friedhof nun endlich nach langem Zögern aufgegriffen werde. Als letztes wies Dr. Ried auf das neue Baugebiet am Wiesengrund hin, welches von der JU im Stadtrat beantragt worden war. Der Ortsvorsitzende bedauerte, dass man in Sachen Jahnstadion und Freibad keinen Schritt weitergekommen sei, und dadurch 2015 wegen fehlender Planungen ein lukratives Förderprogramm verpasst worden sei.

Dr. Ried vermisste eine aktives Wirtschaftsförderung und ein aktives Leerstandsmanagement. Mit der Überlegung zu einer Stadtbau GmbH habe die CSU/CWG/Aktiven-Fraktion wenigstens mal einen Vorschlag in die Diskussion eingebracht, über den man nun beraten müsse. Als bisherigen "Aufreger des Jahres" bezeichnete er die Entscheidung um den Bau eines Stadtarchivs. Hier würden über 1,2 Millionen Euro alleine für den Neubau ausgegeben, ohne dass man sich ernsthaft über Alternativen und Optionen ausgetauscht hätte. Ein Archiv sollte als Pflichtaufgabe möglichst funktional und kostengünstig untergebracht werden. Der Stadtrat hätte jedoch ein Stadtschloss für alte Akten beschlossen.

Stolz auf die JU


In den folgenden Grußworten zeigte sich CSU-Ortsvorsitzender und Stadtrat Christian Schneider sichtlich "stolz" auf so eine JU. Der anhaltende Mitgliederzulauf zeige, dass man die Themen der Jugendlichen gut aufgreife. Die JU brächte "neue Impulse" in die politische Arbeit. Die Vorschläge seien keineswegs Luftschlösser, sondern konkrete und umsetzbare Ideen, wie man beim Thema Freibad gezeigt habe. Hier hätte es nicht viel bedurft, um zu sichtlichen Verbesserungen zu gelangen.

Auch Landrat Ebeling bedankte sich für die geleistete Arbeit. Mit ihrem Jubiläum und der Arbeitsbilanz hätte der JU-Ortsverband eine ausgezeichnete Visitenkarte abgegeben. Alle brächten sich ehrenamtlich zum Wohle der Gemeinde ein, wozu er seine Anerkennung aussprach. Kreisvorsitzende Bettina Bihler bescheinigte den Oberviechtacher JUlern, dass "alle an einem Strang ziehen". Die JU im Landkreis sei die "Ideenschmiede" in der CSU: "Überall wo es eine JU gibt, da bewegt sich was."
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