Parteilose Wählergruppe hat in 60 Jahren die Heimat entscheidend mitgestaltet
Respekt vor den Gründervätern

Neben dem Vorsitzenden der PWG Oberviechtach, Michael Preiß (Fünfter von rechts), gratulierte auch Landrat Thomas Ebeling (Dritter von rechts) den geehrten Mitgliedern. Bild: weu
Politik
Oberviechtach
04.11.2016
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Vor 60 Jahren fanden politisch interessierte Personen zusammen und gründeten die Parteilose Wählergruppe (PWG). Nicht nur die Mitglieder in der ersten Reihe haben ihre Heimatstadt Oberviechtach entscheidend mitgestaltet.

-Lind. "Die Parteilose Wählergruppe hat sich in 60 Jahren von einer losen Vereinigung von Bürgern zu einer Gruppierung entwickelt, die das Ziel, in sachlicher, unabhängiger und uneigennütziger Weise nur dem Gemeinwohl, der Stadt Oberviechtach und seiner Ortschaften zu dienen, verfolgt." So begann der Vorsitzende Michael Preiß seine Festrede zum 60-jährigen Bestehen im Gasthof "Taverne".

Vorausgegangen war ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Stadtpfarrkirche, bei dem besonders an die Bürgermeister Fritz Roßmann und Georg Neuber sowie an die stellvertretenden Bürgermeister Adolf Zinkl und Karl Krämer, die Ehrenmitglieder Richard Schießl, Thomas Schießl und Josef Blödt sowie an die erste Frau im Stadtrat, Hildegard Hasenbach, erinnert wurde. An dem Festakt nahm eine große Zahl von PWG-Freunden teil, als Ehrengäste wurden Landrat Thomas Ebeling, Ehrenbürger Otto Lehner, Ehrenbürger und Altbürgermeister Wilfried Neuber, MdL Dr. Karl Vetter, Kreisvorsitzender Jürgen Neuber und alle drei Bürgermeister der Stadt begrüßt.

Führende Köpfe


In seiner Rückschau hob Preiß die Leistungen der führenden Persönlichkeiten der PWG, der Bürgermeister, Fraktionssprecher und Stadträte hervor, die mit Sachverstand, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Weitblick über Jahrzehnte hinweg zur positiven Entwicklung Oberviechtachs entscheidend beigetragen haben. Dazu gehören auch Persönlichkeiten, die mehr "im zweiten Glied" standen und nie das große Licht der Öffentlichkeit suchten, die aber stets ihre Verbundenheit und ihr Interesse durch ihre Präsenz bei vielen Veranstaltungen zeigten.

Der steile Aufstieg der PWG war laut Preiß besonders durch die Bürger geprägt, die durch ihre Kandidatur bei den Kommunalwahlen für die Ziele der Gruppierung eintraten. Sie fanden durch ihre berufliche Kompetenz, ihre ehrenamtlichen Aktivitäten und ihre innere Überzeugung zur Mitgestaltung der Heimat die Anerkennung der Bevölkerung. Bürgernähe habe man durch die von Otto Lehner ins Leben gerufene Versammlungsreihe "Bürger fragen - Stadträte der PWG antworten" demonstriert.

"Gerade die Jahre, als 1989 Wilfried Neuber und 2008 Heinz Weigl Bürgermeister wurden, haben dazu geführt, dass die Infrastruktur in der Stadt sowie den Ortschaften entscheidend ausgebaut wurde", hob der Vorsitzende der PWG hervor. MdL Dr. Karl Vetter ging auf die Politik der Freien Wähler ein. In puncto Flüchtlingsströme werde es kein Ende geben, deshalb solle gemeinsam eine Strategie für die Zukunft entwickelt werden, forderte er. Gesundheitspolitik, Freihandelsabkommen und Stromtrassen nannte er als weitere Aufgaben der Freien Wähler, die das Ziel der Regierungsbeteiligung im Jahr 2018 anstreben.

Anfeindungen normal


Landrat Ebeling beglückwünschte die PWG und zeigte "größten Respekt vor den Gründungsvätern und allen, die 60 Jahre engagiert dabei waren". Er sei jedem dankbar, der sich in der Kommunalpolitik einbringt, denn Anfeindungen von außen erlebe jeder, egal welcher politischen Richtung er angehört.

Zweiter PWG-Vorsitzender Jürgen Neuber übernahm zusammen mit Michael Preiß die Ehrung langjähriger verdienter PWG-Mitglieder. Mit einem gemeinsamen Essen wurde der Festakt beendet. Silvia Felgenträger und Barbara Nutz lieferten den musikalischen Rahmen.

Gerade die Jahre, als 1989 Wilfried Neuber und 2008 Heinz Weigl Bürgermeister wurden, haben dazu geführt, dass die Infrastruktur in der Stadt sowie den Ortschaften entscheidend ausgebaut wurde.PWG-Vorsitzender Michael Peiß


EhrungenDie Goldene Ehrennadel erhielten Christa Zapf, Karlheinz Pieper, Hans Roßmann, Hubert Ruml, Udo Weiß, Albert Zinkl, Jürgen Neuber, Max Mathes, Margareta Landgraf und außerdem Peter Iwan. (weu)
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