Schönheitskur fürs Freibad

Das Freibad Oberviechtach lockt seit 40 Jahren ins kühle Nass. Bürgermeister Heinz Weigl (Mitte) stellte den Mitgliedern des Bauausschusses die Pläne für eine Sanierung vor. Bild: Portner
Politik
Oberviechtach
27.09.2016
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Die Sanierung des Freibades Oberviechtach wird rund 500 000 Euro kosten. Darüber informierte Bürgermeister Heinz Weigl den Bauausschuss bei einem Ortstermin. Für die jüngsten Wasserratten ist sogar an einen "Seehund" gedacht.

Ohne Badehose, dafür aber mit vielen Ideen, traf sich der Bauausschuss kürzlich im Freibad. "Die Anlage ist grundsätzlich gut gepflegt", sagte Bürgermeister Heinz Weigl. Allerdings sei es nach über 40 Jahren selbstverständlich, dass verschiedene Maßnahmen anstehen. Weigl zählte auf: Erneuerung der Haupt-Umwälzpumpe, Anstrich für die Gebäudefassade, Austausch der Glasfronten und eventuell eine Umgestaltung der Wärmehalle. Diese Vorgaben werde ein Architekt für Bäderplanung ausarbeiten.

Neuer Kinderbereich


Der Bürgermeister stellte die Ideen für den Kleinkinderbereich vor. Der bisherige Spielplatz bleibt, während im Bereich der derzeitigen Kinderplanschbecken eine Liegewiese angelegt werden soll. Der neue Kinderbereich könnte unterhalb des Büros der Badeaufsicht entstehen. Angedacht ist auch ein Minibecken mit Wasserpilz und "Seehund". Der dann näher liegende Sanitärbereich wird für Mütter mit Kindern aufgewertet.

"Bisher liegt erst ein Vorschlag vor", informierte Weigl. Bademeister Reinhard Klein wird deshalb auf der Bädermesse "interbad" Kontakt aufnehmen, um noch zwei zusätzliche Entwürfe anzuleiern. "Weitere Maßnahmen, wie etwa die Dusche und der Schwimmbeckenbereich, müssen aus Kostengründen noch warten", betonte der Bürgermeister.

Das Becken gliedert sich derzeit in einen Schwimmer- (30 Meter) und Nichtschwimmerbereich (20 Meter). Wie Stefan Schwander anführte, sei es zu überlegen, die Bahn für die Schwimmer vom "Fun-Bereich" abzukoppeln. "Es gibt keine allgemeine Förderung für Bädersanierungen", informierte der Bürgermeister. Ob es einen Zuschuss aus Leader-Mitteln gibt, sei noch abzuklären.

Ab Herbst 2017


Stadträtin Lydia Eckert betonte, dass bei einer regen Nutzung des Freibades durch die Schulen eine Förderung grundsätzlich möglich sei. "Im Landkreis Cham wurden verschiedene Bäder aus Kostengründen in Naturbäder umgestaltet. Dies sollte auch diskutiert werden", fügte Eckert an. Insgesamt sind etwa 500 000 Euro für die Freibad-Sanierung vorgesehen, was bei den Haushaltsberatungen 2017 noch im Stadtrat zu diskutieren ist. "Ich hoffe, dass wir die Maßnahmen dann im Haushalt unterbringen und 2017 auch bewerkstelligen können", fügte Weigl an.

Der Wunsch-Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten Ende der Saison 2017 beginnen und bis zum Beginn der Badesaison im Mai 2018 abgeschlossen sind.
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