2./122 unter neuer Führung
Wechsel in der Patenkompanie

Aus den Händen von Oberstleutnant Christoph Huber (links), Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, nahm Hauptmann Ingolf Strüdinger den Wimpel der zweiten Kompanie entgegen. Damit wurde ihm symbolisch der Führungsauftrag über die Einheit übergeben. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
12.06.2016
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Bürgermeister Heinz Weigl bedankte sich beim scheidenden Kompaniechef Thomas Petschenka für die sehr gute Zusammenarbeit.

"Wachablösung" nach gut zwei Jahren: Bei einem feierlichen Appell ist Hauptmann Thomas Petschenka als Chef der zweiten Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122 verabschiedet worden. Sein Nachfolger bringt Erfahrung aus der Nato-Taskforce mit.

Ein solcher Übergabe-Appell sei eine "wichtige Wegmarke" für das Bataillon, betonte Oberstleutnant und Kommandeur Christoph Huber zum Auftakt. Es entspreche der guten Tradition, dass daran auch Vertreter des öffentlichen Lebens teilnehmen. Welchen Stellenwert der Wechsel an der Spitze der Patenkompanie hat, belegte die Anwesenheit der Bürgermeister Heinz Weigl, Christa Zapf und Hans Hösl sowie von Ehrenbürger und Altbürgermeister Wilfried Neuber.

Professionell und menschlich


Wie Oberstleutnant Huber ausführte, wisse niemand besser als die Soldaten der "Zwoten", welche Ehre es sei, mit der Garnisonsstadt Oberviechtach als Patengemeinde verbunden zu sein. Kurz blickte der Kommandeur auf verschiedene Herausforderungen während der Chef-Zeit von Hauptmann Petschenka zurück. Er rief den Einsatz bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes im Wartezentrum Feldkirchen in Erinnerung, hier hätten die Soldaten ihre Pflicht - hoch professionell und menschlich zugleich - hervorragend erfüllt.

Auch in Zukunft werde es an Aufträgen für die Oberviechtacher Panzergrenadiere, vor allen Dingen auch für die zweite Kompanie, nicht mangeln. Zwar verzögere sich die Einführung des neuen Schützenpanzers Puma um vier Monate, doch diese Zeit werde der Verband nutzen, um in der Ausbildung die höchstmögliche Stufe "E" (Ebene verstärktes Kampftruppenbataillon) zu erreichen. Im März 2018 stehe im Gefechtsübungszentrum des Heeres die letzte Ausbildung im bewährten Schützenpanzer Marder an.

Der Kommandeur bestätigte Hauptmann Thomas Petschenka, dass er seine Truppe hervorragend geführt und geprägt habe und ein vorbildlicher Kompaniechef gewesen sei. Zusammen mit den Soldaten habe er die Herausforderungen hervorragend gemeistert. Auch in der Pflege der Patenschaft mit der Stadt Oberviechtach, der Soldaten- und Kriegerkameradschaft, der Reservistenkameradschaft und der Oberviechtacher Feuerwehr bei deren Jubiläum im vorigen Jahr, habe Petschenka Hervorragendes geleistet und seine Pflichten deutlich übererfüllt. Zum Ende seiner Dienstzeit hinterlasse er eine bewährte, gut ausgebildete und einsatzbereite Kompanie.

Der neue Kompaniechef, Hauptmann Ingolf Strüdinger, wisse als erfahrener Panzergrenadieroffizier, was in Ausbildung und Übung zu leisten sei, um kampfbereite Teileinheiten zu formen und bereitstellen zu können. Von seinem jüngsten Posten in Marienberg bringt er Know-how aus der schnellen Eingreiftruppe der Nato, der "Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF), mit.

Übernahme gemeldet


Nachdem Hauptmann Petschenka dem Kommandeur zu letzten Mal "seine Kompanie" gemeldet hatte, entband ihn Oberstleutnant Huber von seinem Kommando. Durch die symbolische Übergabe der Kompaniefahne wurde die Einheit an Hauptmann Ingolf Strüdinger übergeben. Dieser meldete dann die offizielle Übernahme der zweiten Kompanie des Panzerartilleriebataillons 122 seinem Chef.

Bei einem abschließenden Empfang dankte Hauptmann Petschenka allen, die ihn in seiner Chefzeit unterstützt und ihm so die Arbeit etwas leichter gemacht haben. Vorsitzender Josef Hauer zeichnete den scheidenden Chef mit dem "Ehrenkrug" der Krieger- und Soldatenkameradschaft aus, und Vorsitzender Werner Müller überreichte die goldene Ehrennadel der Reservistenkameradschaft in Gold. Für die Feuerwehr Oberviechtach bedankte sich Vorsitzender Hans Roßmann für die gute Zusammenarbeit.

LebenslaufHauptmann Ingolf Strüdinger (Jahrgang 1985) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Wohnhaft in seiner Heimatstadt Cottbus, ist er am 1. Juli 2006 in die Bundeswehr als Offiziersanwärter eingetreten. Von 2007 bis 2011 hat er an der Universität der Bundeswehr in München Pädagogik studiert.

Anschließend war Strüdinger im Panzergrenadierbataillon 401 in Hagenow als Ausbildungsoffizier in der Unterstützungskompanie eingesetzt, bevor er 2013 Kompanieeinsatzoffizier in der zweiten Kompanie des Panzergrenadierbataillons 371 in Marienberg wurde.

Dort hat er bei der künftigen Eingreiftruppe der Nato, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), enorme Erfahrung sammeln können. Dies wird ihm wohl auch in seiner neuen Verwendung als Kompanie-Chef zugutekommen. (frd)
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