Abschied mit „Donnerknall“

Der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Henry Kunze (links), wurde von Kommandeur Christoph Huber für seinen vorbildlichen Auslandseinsatz in Mali mit der "Einsatzmedaille der Bundeswehr in Bronze" ausgezeichnet.
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Oberviechtach
10.07.2016
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Der Schützenpanzer Puma fährt zu Beginn des Jahres 2018 in die Grenzlandkaserne ein. Doch schon vorher sind die Soldaten mit der Ausbildung für das neue Waffensystem gefordert. Beim Appell zum Quartalsabschluss gab es weitere "Lichtblicke".

Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Christoph Huber freute sich, dass zahlreiche Ehrengäste aus den Patengemeinden des Bataillons, sowie die Bürgermeister Heinz Weigl (Oberviechtach), Hermann Ach (Moosbach), Reiner Gäbl (Eslarn), Rainer Rewitzer (Pleystein) und Andreas Wutzlhofer (Vohenstrauß) gekommen waren.

In kurzen Zügen erläuterte Huber die derzeitige "Auftragslage" seines Bataillons - Veränderungen jederzeit möglich. Klar sei, dass große Herausforderungen auf die Soldaten warten, worauf sie sich durch eine fundierte Ausbildung in den verschiedensten Bereichen einzustellen haben. Wie leistungsfähig, aber auch vielseitig einsetzbar die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 sind, haben sie vor nicht allzu langer Zeit bei ihrem Einsatz bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes im Wartezentrum Feldkirchen unter Beweis gestellt.

Erst vor wenigen Tagen haben die Soldaten beim Tag der offenen Tür Tausenden von Besuchern die Fähigkeiten des Bataillons und der Bundeswehr in vorbildlicher Weise vermittelt. Von vielen Seiten habe der Kommandeur dafür ein mehr als positives Feedback erhalten. An die angetretenen Soldaten gewandt, meinte der Kommandeur: "Nur wir wissen, dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kam. Sie haben alle mit großem Engagement und teils zulasten der Freizeit zu diesem großartigen Tag beigetragen. Sie haben gezeigt, dass wir Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 unser Handwerk verstehen!" Der Kommandeur blendete dann kurz auf das Jubiläum zurück, das mit einem "Spendenlauf" begonnen hatte. Der Erlös dieses Laufs in Höhe von 1600 Euro wurde an die NT-Aktion "Lichtblicke" gespendet.

Neben der Vorbereitung auf mögliche Einsätze sei nun der Schwerpunkt, sich auf das neue Waffensystem, den Schützenpanzers Puma, vorzubereiten, der zu Beginn des Jahres 2018 den Schützenpanzer Marder ablösen wird. Zuvor werden die Voraussetzungen, wie Ausbildung am System Infanterist der Zukunft, dafür geschaffen. Vor dem Wechsel wird sich das Bataillon unter Erreichung der höchstmöglichen Ebene, "verstärktes Kampftruppenbataillon", mit einem Durchgang im Gefechtsübungszentrum des Heeres im März 2017 sozusagen mit einem "Donnerknall" aus der Ausbildung mit dem bewährten Schützenpanzer Marder verabschieden.

Wie bei jedem Quartalsabschlussappell standen einige Personalwechsel an. S3-Stabsoffizier Major Patrick Tanz wurde zur Panzerbrigade 12 nach Amberg versetzt; Fernmeldezugführer Oberleutnant Marco Janssen leistet nun beim Logistikkommando in Erfurt Dienst. Das Bataillon verlassen auch Hauptfeldwebel Matthias Schopf aus der S1-Abteilung und Hauptfeldwebel Harald Stangl von der ersten Kompanie. Besonderen Dank sagte der Kommandeur auch den Mannschaften, Freiwillig Wehrdienstleistende und Zeitsoldaten, die das Bataillon verlassen.

Über ihre Beförderung zum nächsthöheren Dienstgrad konnten sich folgende Soldaten freuen: Feldwebel Patrick in der Au, Oberfeldwebel Dominik Karg, Hauptfeldwebel Markus Lößl, Stabsfeldwebel Sandro Zilch und Oberfähnrich Christian Paech. Eine besondere Auszeichnung erhielt der stellvertretende Kommandeur, Oberstleutnant Henry Kunze, der sich von September 2015 bis März 2016 im Einsatz bei der EUTM Mali in Bamako befunden hat. Wie schon in vielen Einsätzen zuvor hat er sich auch hier vorbildlich bewährt, wofür er mit der "Einsatzmedaille der Bundeswehr in Bronze" ausgezeichnet worden ist.

Eine der Höhepunkte dieses Appells war die Verabschiedung einiger Soldaten in den Ruhestand oder in das Zivilleben. Mit Hauptmann Thomas Petschenka und Hauptmann Rafael Pielka verlassen verdiente Offiziere das Bataillon, beide erhielten die Bataillons-Ehrennadel.
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