Anton Herrmann informiert Landwirte über Bestimmungen
Mit Traktoren auf der Straße

Anton Herrmann hatte viele interessierte Zuhörer, als er über die Sicherheit von landwirtschaftlichen Fahrzeugen im Verkehr referierte. Bild: bgl
Vermischtes
Oberviechtach
11.02.2016
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Wie breit darf ein Traktorgespann sein, wenn es auf öffentlichen Straßen fährt? Fragen dieser Art beantwortete Anton Herrmann bei einer Versammlung des BBV-Bildungswerkes.

Oberviechtach-Lukahammer. "Fahrzeuge in der Landwirtschaft - eine Fahrt ins Abenteuer". So lautete der Titel einer Informationsveranstaltung des Bildungswerkes des Bayerischen Bauernverbands (BBV), zu der zahlreiche Interessierte, insbesondere Landwirte, in das Gasthaus "Hammerschänke" gekommen waren. Referent Anton Herrmann informierte zu wichtigen Fragestellungen in Bezug auf die Verkehrssicherheit, besonders in Bezug auf landwirtschaftliche Fahrzeuge und selbstfahrende Arbeitsmaschinen.

Neuer EU-Führerschein


Hermann arbeitet seit 32 Jahren für den TÜV-Bayern und kennt sich somit im Straßenverkehrsrecht bestens aus. Er erläuterte zunächst die unterschiedlichen Fahrerlaubnisklassen, welcher Führerschein für das Lenken von Fahrzeugen erforderlich ist, wie man einen Führerschein liest und welche Bedeutung hinter den einzelnen EU-weit verwendeten Schlüsselzahlen steckt. Dabei kam auch die Umtauschmöglichkeit des alten grauen- oder rosafarbenen Führerscheins in den neuen EU-Führerschein zu Sprache, ebenfalls wie bei Fahranfängern die Fahrerlaubnis "auf Bewährung".

Zulässiges Gewicht


Weitere Themen betrafen die erlaubten Zug-Kombinationen und die zulässigen Abmessungen landwirtschaftlicher Fahrzeuge und deren Ladung sowie das zulässige Gewicht und die Fahrgeschwindigkeit. Der Referent erklärte das Nummernschild mit schwarzen, grünen oder roten Buchstaben und informierte über Brems- und Beleuchtungseinrichtungen. Nicht unerwähnt blieb auch die Mitführungspflicht einer gültigen Fahrerlaubnis, eines Warndreiecks und einer Warnweste.

Schier endlos schien die Aufzählung von Ge- bzw. Verbotsanordnungen, welche der Experte des Verkehrsrechts in humorvoller Art den aufmerksamen Zuhörern erklärte. Zum Ende der Veranstaltung thematisierte er auch noch die Beachtung von Vorschriften bei Brauchtumsveranstaltungen, die Fahrten zu Oldtimertreffen und die Personenbeförderung bei Faschingsumzügen. Und nun zur eingangs gestellten Frage: Für die Teilnahme am Straßenverkehr beträgt bei Schleppern und Anhängern die höchstzulässige Breite 2,55 Meter - einschließlich schräggestellter Seitenwände (ohne Ladung). Die Transportbreite von Arbeitsmaschinen darf 3 Meter nicht übersteigen - ansonsten ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.
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