Applaus für „Spielmann-Express“

Die musikalische Reise ging auch nach Russland. Bei einem Tanz traten nur die Männer in den Vordergrund.
Vermischtes
Oberviechtach
05.10.2016
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Das Konzert war ideenreich und mit vielen Höhepunkten gespickt.

Seit 45 Jahren reist der Kolping-Spielmannszug von Erfolg zu Erfolg. Beim Jubiläumskonzert nahmen die Spielleute ihre Gäste mit auf eine musikalische Weltreise. Die Haltestellen des Klangkörpers fanden nicht nur Gehör, sondern fuhren viel Beifall ein.

Zu einer Weltreise musikalischer Art lud der Kolping-Spielmannszug die Bevölkerung in die Mehrzweckhalle ein. Vorsitzende Tobias Baumer konnte zahlreiche Gäste zu diesem Jubiläumskonzert begrüßen. "Die 45 Jahre sind geprägt von zahlreichen kleineren und größeren, näheren und weiter entfernten Zwischenstopps und quer durch alle Kulturen und Musikrichtungen", sagte Baumer. Er erinnerte an Auftritte im englischen Harrogate, in Nordfriesland, in New York und in München.

Mainz bis New York


Mit dem unüberhörbaren Pfiff aus der Pfeife eines Dampfzuges rollte der "Spielmann-Express" an und nahm mit seiner musikalischen Weltreise an Fahrt auf. Als Reisebegleiter begrüßte Baumer unter anderem Bürgermeister Heinz Weigl mit seinen Stadträten, Kaplan Martin Popp, NBMB-Bezirksvorsitzenden Gerhard Engel und NBMB-Kreisvorsitzenden Joseph Ferstl.

Durch das Programm führte der Bundesbeauftragte für Spielleutemusik im Nordbayerischen Musikbund (NBMB), Christoph Ahlemeyer, der vor allem die 45-jährige Vereinsgeschichte mit den zahlreichen musikalischen Höhepunkten und den Erlebnissen und Anekdoten auszugsweise Revue passieren ließ. Mit "Südamerikanischen Impressionen" nahm der Jubiläums-Express" weiter an Fahrgeschwindigkeit zu und entführte die andächtig lauschenden Zuhörer in die faszinierende Welt der Anden Perus und in die Regenwälder von Brasilien. Georg ter Voert gilt als wichtiger Wegbereiter der modernen Spielleutemusik und zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Komponisten dieses Musikgenres.

"Der KF-Spielmannszug Oberviechtach ist ein Musikverein, der sich der Tradition verpflichtete, aber trotzdem nie vor musikalischen Neuerungen verschloss", betonte Ahlemeyer. Die Vereinschronik berichte diesbezüglich von Staatsempfängen in der Bayerischen Landeshauptstadt und der Teilnahme am karnevalistischen Treiben in der Narrenhochburg Mainz, ebenso von Wertungsspielen und Orchesterwettbewerben in ganz Deutschland sowie dem Engagement an regionalen Brauchtums- und Kulturveranstaltungen. Aber nicht nur in großer Besetzung, sondern auch kammermusikalisch hat sich der Spielmannszug in einen Namen gemacht. Zum Beispiel im Jahr 1990, als es das Flötenquartett beim 7. Bayerischen Landesmusikfest in Garmisch-Partenkirchen bis zum Landessieger schaffte.

"Den Oktoberfestzug 2016 in München haben sicher viele mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt", so der Moderator und sprach die Teilnahme des KF-Spielmannszuges an. Pünktlich zur Abmoderation der Live-Sendung seien die Oberviechtacher zu den Klängen des "Fehrbelliner Reitermarsches" ins Fernsehbild marschiert. Im Herbst 2007 durften die Fanfarenbläser an der weltbekannten "Steubenparade" in New York teilnehmen.

"Es war wieder ein großartiges Erlebnis", hörte man zum Schluss öfters. Das Programm endete mit dem Konzertstück "Kurpfälzer Jagdgeschichte", doch das Publikum "erzwang" noch mehrere Zugaben, welche der Klangkörper gerne spielte.
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