Architekt Reinhold Malzer spricht beim Senioren-Café über zukunftsorientiertes Wohnen - ...
Wohnung soll das Altwerden erleichtern

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Architekt Reinhold Malzer, gab wichtige Tipps für zukunftsorientiertes Wohnen. Bild: weu
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Oberviechtach
29.04.2016
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Das Senioren-Café "Ü 50" im Mehrgenerationenhaus etabliert sich sehr gut. Auch bei der dritten Veranstaltung dieser neuen, wichtigen Begegnungsstätte war der Besuch wieder überragend. Diesmal bekamen die Gäste Tipps für das Wohnen im Alter zu hören.

Nach dem Startschuss im Februar und einem musikalischen Nachmittag im März war die April-Veranstaltung geprägt durch einen aufschlussreichen Vortrag von Architekt Reinhold Malzer über zukunftsorientiertes Bauen. Nach der gemütlichen Kaffeerunde berichtete Malzer, der auch Vorsitzender des Seniorenbeirates ist, in Wort und Bild, wie sich eine Wohnung so einrichten lässt, dass sie im Alter, aber auch bei körperlichen Behinderungen Erleichterungen bringen kann. Er nahm die interessierten Gäste auf einen virtuellen Rundgang durch ein Anwesen mit.

Schon am Eingang lasse sich mit einem Vordach, einer entsprechenden Klingelanlage, Schließanlage sowie Treppen mit Geländer und genügend breiten Haustüren etwas tun. In der Diele wäre ein kleines Möbelstück als Ablage günstig. Malzer wies auch auf die Möglichkeit von Hausnotrufen hin. Wichtig sei es, auf die passende Griff- und Schalterhöhe zu achten sowie auf die gute Erreichbarkeit von Fenstern.

Im Wohnzimmer solle man Platz schaffen und Sitzmöbel mit entsprechender Höhe und stabile Tische als Haltehilfe benützen. Bei den Betten gelte es, auf eine gute Pflegehöhe und genügend Wandabstand zu achten. Die Küche sollte eine Sitzgelegenheit, Sicherheitsvorrichtungen und keine Hochschränke haben. Wichtig sei ein geräumiges Bad mit bodenebener Dusche und aufgerüstetem WC-Sitz. Auch auf Finanzierungshilfen ging der Fachmann ein. Mit Blick auf den öffentlichen Raum stellte Reinhold Malzer der Stadt Oberviechtach ein gutes Zeugnis aus. Mit dem "Haus der Stiftung" und der taktilen Ampelanlage sei für Menschen mit Behinderungen zukunftsorientiert gearbeitet worden. Auch sonst sei man ständig bemüht, Absenkungen und Erleichterungen einzubauen.

Mit dem Versprechen, dass er gerne für weitere Fragen und bei Problemlösungen zur Verfügung stehe, beendete Malzer seinen aufschlussreichen Vortrag. Wilfried Neuber bedankte sich beim Referenten und lud für Sonntag, 1. Mai, zur Familienfeier im Mehrgenerationenhaus ein. Zum nächsten Café am 28. Juni wird Landrat Thomas Ebeling erwartet. Einladung ergeht an alle Senioren, eine Mitgliedschaft in der Arbeiterwohlfahrt ist nicht nötig.
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