Auch in Zeiten des Harvesters noch wichtig
Waldarbeiter als Traumberuf

Praktikant Daniel Bauer erklärt Klassenlehrerin Diane Knott und Förster Josef Weber (Zweiter von links) sowie Hans Hammer (Vorarbeiter und Betreuer vor Ort) den Unterschied von Tanne und Fichte. Bild: es
Vermischtes
Oberviechtach
12.07.2016
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Auch in Zeiten des Harvesters gibt es für den Waldarbeiter noch viel zu tun. Mittelschüler Martin Neumeyer will in die Fußstapfen seines Urgroßvaters und Großvaters treten und absolvierte ein Praktikum im Staatswald.

/Tännberg. (es) Wird der Waldarbeiter in den Zeiten der Harvester noch gebraucht? Die Antwort drauf ist ein eindeutiges Ja. Mit dem neuen Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, sind die Ausbildungschancen wieder gestiegen. Für Daniel Bauer ist der Waldarbeiter sein Traumberuf. Der Achtklässler, der die Mittelschule in Oberviechtach besucht, hat sich schon immer für Wald- und Holzarbeiten interessiert.

Wie sein Uropa und sein Opa, beide bereits verstorben, will er auch diesen Beruf erlernen. Die Kontakte zu Förster Josef Weber, bei dem er nun ein zweiwöchiges Praktikum absolviert, hatten seine Eltern hergestellt. Vor Ort wird der Schüler von Vorarbeiter Hans Hammer aus Großenschwand betreut.

Auch Klassenlehrerin Diane Knott schaute bei ihrem Schüler vorbei. Im Beisein von Josef Weber und Hans Hammer ließ sie sich von ihrem Schützling von den verschiedenen Arbeiten berichten. Er war gerade mit Pflegearbeiten von Fichten- und Tannenverjüngungen unterm "Schirm" beschäftigt. Seiner Lehrerin erklärte er anschaulich, woran man den Unterschied zwischen einer Tanne und einer Fichte erkennt.

Die Tanne hat eine Pfahlwurzel und ist damit eine stabilisierende Baumart. Die Fichte mit ihrer Flachwurzel hat bei kräftigen Winden Probleme. Das Auszeichnen von Rückegassen, das Überprüfen von Grenzen und Freilegen von Grenzsteinen, Jungbaumstandspflege, Vorbereitungen für den Gesundheitstag und erste Arbeiten für den Anbau der Forsthütte waren einige der Aufgaben in den vergangenen Tagen. "Ich würde Daniel sofort für eine Ausbildung nehmen", gab es ein dickes Lob von Förster Josef Weber, dem sich Vorarbeiter Hans Hammer anschloss. Und Daniel darauf: "I gfrei mi." Beste Voraussetzungen bringt er für seinen Traumberuf jedenfalls mit. Interessenten, die sich für eine Ausbildung zum Waldarbeiter interessieren, können sich beim Forstbetrieb in Flossenbürg melden.
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