Bartholomäusfest hat Tradition - Feuerwehr, Gartler und Krieger als Veranstalter
Drei Vereine und ein Heiliger

Das Altarbild der Expositurkirche Wildeppenried zeigt den Kirchenpatron Bartholomäus. Er wird mit dem Schindermesser dargestellt, denn laut Überlieferung wurde dem Märtyrer die Haut abgezogen. Bild: frd
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Oberviechtach
17.08.2016
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Wenn der Sommer zu Ende geht und sich der Herbst ankündigt, dann wird in Wildeppenried das Bartholomäus-Fest gefeiert.

Der Kirchenpatron steht dann im Fokus, denn sein Namenstag liefert die Grundlage für einen Höhepunkt im dörflichen Leben. Die Wildeppenrieder Kirche ist dem Heiligen Bartholomäus geweiht, dessen Namenstag am 24. August gefeiert wird. Der Festgottesdienst beginnt allerdings schon ein paar Tage zuvor: am Sonntag, 21. August um 9 Uhr. Im Anschluss daran wird das Allerheiligste bei der Prozession in der Monstranz durch das Dorf getragen. Nach dem Gottesdienst trifft sich die Dorfgemeinschaft mit ihren Gästen am Dorfgemeinschaftshaus zu einem zünftigen Weißbier- und Weißwurstfrühstück. Die Andacht beginnt am Nachmittag um 14 Uhr, und im Anschluss daran folgt der weltliche Teil der Feier. Für die jüngeren Gäste steht der Kinderspielplatz in Sichtweite zu den Bierbänken zur Verfügung.

Feuerwehr, Kriegerverein sowie der Obst- und Gartenbauverein packen gemeinsam an, wenn es um die Gestaltung und Ausrichtung des Festes geht. Im Dorfgemeinschaftshaus wird ein Kuchenbuffet zum Nachmittagskaffee angeboten, und im Freien gibt es Deftiges vom Grill oder Käse. Zur Festvorbereitung treffen sich die drei beteiligten Vereine am Samstag vor dem Fest um 19 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Natürlich sind Gäste aus dem gesamten Stadtgebiet und den Nachbargemeinden, wie auch Urlaubsgäste zu diesem traditionsreichen Stelldichein eingeladen.

BartholomäusNach der Überlieferung hat Bartholomäus in mehreren Ländern gepredigt, in Indien sollen noch heute viele von ihm gegründete Kirchengemeinden bestehen. Bartholomäus starb den Märtyrertod, seine Reliquien wurden mehrfach an andere Orte übertragen. 983 ließ Kaiser Otto III. diese nach Rom bringen. Die Verehrung des Heiligen nahm in ganz Europa stark zu. (frd)
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