Bergwacht informiert Schüler der 9. und 10. Klassen der Doktor-Eisenbarth-Schule
Leben retten, Natur bewahren

In der Pause konnten sich die Schüler die verschiedenen Einsatzfahrzeuge der Schönseer Bergwacht anschauen und weitere Fragen stellen, die Peter Horn oder Willi Rausch fachmännisch beantworteten. Bild: akp
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Oberviechtach
30.11.2016
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Dieter Güll, Bereitschaftsleiter von der Bergwacht Bayern, Sektion Schönsee, stellte den Schülern der 9. und 10. Klassen der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule auf Initiative von Förderlehrer Jürgen Dietl die Bergwacht vor. Helfend zur Seite standen ihm dabei Peter Horn und Willi Rausch.

"Leben retten, Natur bewahren. Zu jeder Zeit, bei jedem Wetter an jedem Ort. Kompetente Rettung im ehrenamtlichen Team", lauten die Leitsätze der Bergwacht Bayern. Bereitschaftsleiter Güll informierte die Eisenbarth-Schüler über die Struktur der Organisation und listete die verschiedenen Helferteams auf. Nach seinen Worten arbeiten die Bergwacht, das Rote Kreuz, die Johanniter, örtliche Feuerwehren, die Polizei Bayern und die Bundespolizei, Hundestaffeln, Wasserwacht und andere Teams eng verzahnt zusammen, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.

In diesem Jahr gingen bereits 19 Notrufe bei der Bergwacht Sektion Schönsee ein, um vermisste Personen ausfindig zu machen. Das Alarmierungssystem, so der Fachmann, läuft über den zentralen Notruf 112. Die integrierte Leitstelle in Amberg setzt dann die Rettungskette in Gang, um möglichst schnell am Einsatzort zu sein, da oft Minuten über Menschenleben entscheiden können. Dieter Güll legte seinen Zuhörern besonders "die sechs W's des Notrufes" ans Herz, da sie für den Erfolg des Einsatzes enorm wichtig sind: Wer ruft an? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Welche Art von Verletzungen gibt es? Wie viele Personen sind verletzt? Warten auf Rückfragen der Leitstelle.

Bemerkenswert waren auch die Einsatzzahlen der Bergwacht Bayern im letzten Jahr. Über 13 000 Hilferufe erreichten die regionalen Einsatzzentralen im Freistaat. "Immer mehr Outdoor-Aktivitäten führen zu immer mehr Einsätzen", resümierte Güll: "Der Faktor Leichtsinn spielt hier eine große Rolle, gerade bei jüngeren Semestern". Der Fachmann ging auf die Ausbildung der Bergwachtler ein, die sicherlich nichts für "Weicheier" ist.

Nach einer Basisausbildung von ein bis zwei Jahren (Winterrettung, Sommerrettung, Notfallmedizin, Luftrettung, Naturschutz) folgt eine weitere Bergrettungsausbildung von ein bis zwei Jahren. "Sowohl Frauen als auch Männer sind bei der Bergwacht jederzeit willkommen", meinte Güll und stellte fest, "dass die Bergwacht keine Konkurrenzorganisation zu anderen Rettungsdiensten ist", da alle Rettungsdienste Hand in Hand, je nach Einsatzsituation, am effektivsten arbeiten können.
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