Berwacht-Bereitschaft Schönseer Land zieht Bilanz
Mit Digitalfunk gut gefahren

Wie effektiv die Verkehrswacht im Notfall helfen kann, hat sie im Vorjahr auch bei einer Übung auf dem Wildenstein demonstriert. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
08.04.2016
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Bereitschaftsleiter Dieter Güll, (links) verabschiedete sich von BRK-Kreisgeschäftsführer Alfred Braun mit einem Präsent.

Unfälle in unwegsamem Gelände, vermisste Personen fernab von Straße oder Weg: In solchen Fällen sind die Aktiven der Bergwacht gefragt. Eine neue Technik erleichtert diesen Job.

Oberviechtach/Schönsee. Manche empfinden eine Jahreshauptversammlung als eine lästige Pflicht, für andere ist es ein Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Bilanz der gesetzten und erreichten Ziele. "Sie kann aber auch Anreiz und Ansporn sein, sich künftig noch mehr in die Arbeit seiner Bereitschaft einzubringen", meint Dieter Güll, Leiter der Bergwacht-Bereitschaft Schönseer Land.

Für seine Bilanz interessierten sich bei der Jahreshauptversammlung auch der Regionalleiter der Bergwacht-Region Bayerwald, Manfred Falkner, Geschäftsführer Wolfgang Günthner, der Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Schwandorf, Alfred Braun, Katrin Hofmann vom Jugendrotkreuz sowie Kreisbereitschaftsleiter Willi Klein, Kreiswasserwachtschef Max Fröhler und Rettungshundestaffel-Leiterin Ina Hutzler. Wie Güll ausführte, hat sich der Mitgliederbestand der Bereitschaft nur unwesentlich verändert. 17 aktive Mitglieder versehen derzeit ihren Dienst in der Bereitschaft Schönseer Land, dazu kommen 11 Anwärter und 2 Jugendliche. Zusätzlich gibt es vier passive Mitglieder. Unterstützt wird die Bereitschaft von 121 Förderern.

Elf Einsätze


Auch in dieser Bilanz könne auf ein großes Spektrum von Aktivitäten zurückgeblickt werden, meinte Güll. Die Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle Amberg laufe zwischenzeitlich problemlos. Für die Bereitschaft habe es über diese Schiene insgesamt elf Einsätze gegeben.

Der Bereitschaftsleiter berichtete von sehr zeitaufwendigen Suchaktionen im gesamten Landkreis, deren Erfolg sei auch nicht immer messbar. Als hilfreiches Kommunikationsmittel habe sich der Digitalfunk herauskristallisiert. Damit habe man sehr gute Erfahrungen im internen Funkverkehr gemacht: "Funklöcher gehören nun der Vergangenheit an."

Zusammen mit dem Wintersportverein Schönsee erfolgte eine Winterwanderung um den Reichenstein bei Stadlern. Im Januar und Februar betreute die Bergwacht Veranstaltungen im Langlaufzentrum Schwand bei Schönsee. In Maxhütte-Haidhof waren die Mitglieder bei einer Vermisstensuche aktiv, und sie wurden bei einem Suizidversuch zur Brücke am Eixendorfer Stausee beordert.

Das erste Treffen der Koordinierungsgruppe der Region Bayerwald erfolgte auf der Ruselhütte bei Deggendorf, drei weitere Treffen folgten. Im März fand eine Ausbilder- und Einsatzleiterbesprechung in der Diensthütte am Reichenstein statt.

Wie notwendig die Bergwacht ist, zeigte die Suche von Vermissten in Klardorf, Nittenau und Schwandorf. Ein klassischer Fall für die Bergwacht war der Absturz einer Person am Wildenstein. Auch bei der Rettung eines eingeklemmten Traktorfahrers am Drechselberg waren die Experten gefragt.

"Unbezahlbar"


Die Aktiven der Bergwacht hätten diese Herausforderungen zur vollsten Zufriedenheit gemeistert, erklärte Güll. Dieses ehrenamtliche Engagement sei nicht mit Geldsummen zu bewerten, vielmehr unschätzbar und unbezahlbar, so sein Fazit. Ans Ende seiner Ausführungen stellte der Bereitschaftsleiter ein Zitat von John F. Kennedy: "Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt." Diese Haltung könne man auch auf die Bergwacht übertragen.

Nach dem Kassenbericht und den Ausführungen von Fahrzeugwart, und Naturschutzbeauftragtem bedauerte Dieter Güll, dass der Kreisgeschäftsführer des BRK, Alfred Braun, nach nun 26 Jahren guter Zusammenarbeit und stets wohlwollender Unterstützung in den Ruhestand geht. Mit einem Präsent verabschiedete sich die Bergwacht von ihm.

Mit dem Digitalfunk haben wir sehr gute Erfahrungen im internen Funkverkehr gemacht. Funklöcher gehören nun der Vergangenheit an.Dieter Güll, Bergwacht-Bereitschaftsleiter
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