BLLV-Kreisverband sieht neue Herausforderungen auf Lehrer zukommen
Schule braucht Zeit und Geld

Bürgermeister Heinz Weigl (von links) überreichte zusammen mit der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Maria Karg-Pirzer und Kreisvorsitzenden Rudolf Teplitzky (Fünfter von rechts), sowie der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Ortrud Sperl (Vierte von links) Urkunden an Mitglieder des BLLV für deren jahrzehntelange Mitgliedschaft. Bild: weu
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Oberviechtach
01.02.2016
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Seit mehr als 100 Jahren kämpft der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) für die Belange von Pädagogen und Schule. Einige Mitglieder des Kreisverbandes halten dem Verband seit mehr als 50 Jahren die Treue.

"Vor 60 Jahren waren die Menschen arm. Flüchtlinge bevölkerten das Land und Lehrer wurden an der Lehrerbildungsanstalt ausgebildet." Mit einem Rückblick eröffnete BLLV-Kreisvorsitzender Rudolf Teplitzky die Versammlung im "Gasthof zur Post". "Es ist viel geschehen", betonte Teplitzky. Flüchtlinge gäbe es jetzt auch wieder, aber das Land sei geprägt von Wohlstand. Die Lehrergeneration, die den Aufbau mit bewältigt hatte, befinde sich nicht mehr im aktiven Dienst.

Damit leitete er zu den Ehrungen über, die eine herausragende Treue aufzeigten (siehe Kasten). Jeder Geehrte erzählte kleine Anekdoten und Episoden aus seinem Lehrerleben, die zum Schmunzeln anregten. "Schule hat im Stadtrat Priorität", hob Bürgermeister Heinz Weigl hervor. Die Investitionen in Bildung seien bestangelegtes Geld, das der Gesellschaft wieder zugutekomme.

Der BLLV nehme sich als Standesvertretung der Nöte der Lehrer an, was gerade in der heutigen Zeit mit vielen Umstrukturierungen wichtig sei, betonte Weigl. Maria Karg-Pirzer, die auch auf die aktuelle Schulpolitik einging, hielt zunächst Rückschau auf den Lehrerstand im Jahre 1955, als die Besoldung noch schlecht war, und alle Schülerjahrgänge in einer Klasse zusammengefasst waren.

"Heute spielt Schule eine grundlegende Rolle, die Welt wird immer effektiver und leistungsorientierter", lautete ihre Feststellung. Allerdings werde Schule auch immer mehr zum Reparaturbetrieb für gesellschaftliche und familiäre Probleme. Bei der Integration von Migranten komme ihr eine Schlüsselrolle zu, die jedoch ohne zusätzliche Lehrer, Dolmetscher und Psychologen nur schwer zu bewältigen sei. Viele Anstrengungen seien notwendig, um die Herausforderungen der modernen Welt zu meistern. Schule brauche Zeit und Geld, um diese Belastungen tragen zu können. Der BLLV mit seinen 60 000 Mitgliedern habe eine gewaltige politische Stimme, merkte sie an.

Den gesellschaftlichen Teil umrahmte Tobias Eichstetter, Schüler der Klasse 8 M der Doktor-Eisenbarth-Schule, auf seinem Akkordeon.

Ehrungen60 Jahre: Xaver Hopfner; 50 Jahre: Michael Günther; 45 Jahre: Gerhard Elsner, Manfred Schwingl, Albert Greß; 40 Jahre: Horst Bittner, Gisela Dirnberger; 35 Jahre: Irmgard Bayer, Annemarie Mösbauer; 25 Jahre: Susanne Högerl-Woog. (weu)
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