BLSV-Behindertensportfest aktiviert 42 Menschen mit Handicap und viele Betreuer
Anpacken für Inklusion

Gemeinsam sind wir stark: Unter diesem Motto trieben Behinderte und Betreuer den "Erdball" über das Freigelände. Bilder: Hirsch (3)
Vermischtes
Oberviechtach
04.07.2016
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Gemeinsam etwas bewegen: Wie das geht, demonstrierten Menschen mit Handicap beim BLSV-Behindertensportfest voller Begeisterung und Konzentration. Sie nahmen es dabei in Teamarbeit gleich mit der ganzen Erdkugel auf.

Lebenshilfe-Mitarbeiterin Birgit Piehler (Schwarzenfeld) organisiert viele Freizeitmaßnahmen für Menschen mit Handicap. Das BLSV-Behindertensportfest aber ist für sie und ihre Gruppe "das Highlight des Jahres". Da sei für jeden etwas dabei, so die Betreuerin, "individuell angepasst an den Grad der Behinderung".

Prominente Zuschauer


Die 11. Auflage stand deshalb auch unter dem Motto: "Wir packen es gemeinsam an - jeder so, wie er es kann". 42 Landkreisbürger mit Handicap ließen sich am Samstag nach Oberviechtach bringen. Auf dem Gelände der Doktor-Eisenbart-Mittelschule warteten prominente Vertreter aus Politik auf Sport auf sie. Sogar Günther Lommer, der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes, war gekommen, um den Betroffenen Mut im Umgang mit ihrem Handicap zuzusprechen.

Landrat Thomas Ebeling war stolz, diese Inklusionsveranstaltung im eigenen Landkreis miterleben zu dürfen. Stellvertretende Bürgermeisterin Christa Zapf sowie die Schulleiter Rudolf Teplitzky und Werner Winderl erinnerten an die langjährige Kooperation der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule mit der Behindertenwerkstätte Oberviechtach im Sinne der Inklusion. Er unterstütze die integrative Veranstaltung gerne finanziell, versicherte Sparkassen-Gebietsdirektor Wunibald Zwack. Mit Hilfe der Sponsoren konnte der BLSV-Kreisverband die Teilnehmer nicht nur mit Essen und Getränken versorgen, sondern ihnen auch Urkunden und Erinnerungsplaketten übergeben.

Aus zwei Einrichtungen


BLSV-Kreisvorsitzender Roger Anders und sein Stellvertreter Michael Günther führten Regie. Sie hatten im Vorfeld 16 Einrichtungen im Landkreis angeschrieben und zum Mitmachen ermuntert. Letztlich waren am Samstag aber nur 2 vertreten: die Lebenshilfe mit 33 und die Loew'schen Einrichtungen mit 9 Teilnehmern. Begleitet wurden sie von zahlreichen Betreuern.

Schüler als Betreuer


Schüler der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule betreuten die Spielstationen. Vom Torwandschießen bis zum Fußballslalom und vom Zielwerfen bis zum Kegeln. In Gruppen und Partnerspielen trieben die Teilnehmer den "Erdball" über das Freigelände oder schlängelten sich mit dem Rollstuhl durch Pylonen.
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