Bürgerinitiative: "Der Kampf geht weiter" - Landratsamt muss neu entscheiden
Ostwind hält an Planung fest

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Oberviechtach
24.09.2016
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"Das Urteil bestätigt unsere Auffassung und ist ein wichtiges Signal für die Branche in ganz Deutschland", sagte gestern Ostwind-Pressesprecher Christoph Markl-Meider gegenüber dem NT. Schon der VGH München habe eine unzumutbare Störung der Wetterradarstation verneint, nun stehe auch fest, das der Deutsche Wetterdienst nicht darüber bestimmen könne.

Das Unternehmen werde jedenfalls an seiner Planung festhalten und wartet darauf, dass das Landratsamt das Genehmigungsverfahren zügig durchführt. "Das Landratsamt wird sich erst dazu äußern, wenn das Urteil auf den Tisch liegt", betonte Franz Pfeffer, stellvertretender Pressesprecher. Er verwies darauf, dass vier Jahre vergangen sind und es deshalb viele Fragen zu klären gebe.

"Der Bauwerber hat eine Entscheidung in seinem Sinne", bestätigte Pfeffer. Der Bescheid des Landratsamtes sei nun ungültig. Er spricht die Ausschlusskriterien an, die keine weitere Prüfung benötigten. "Wir sind damals davon ausgegangen, dass der DWD ein solches Kriterium ist." 2012 wurde die Bürgerinitiative "Kein Windrad nach Niesaß" gegründet. "Wir kämpfen weiter!", sagt Sprecher Siegfried Rossmann. Er hat deshalb noch am Donnerstag eine E-Mail an die Mitglieder geschickt.

Rossmann hat Angst vorm "bösen Erwachen". Denn für kleingliedrige Unwetter, die es jetzt häufiger gebe, benötige man exakte Wetterradardaten. Er sieht die Gefahr einer Großwindkraftanlage gegeben, und dass Oberviechtach das gleiche Schicksal wie Gleiritsch erleidet. "Die Bürger werden aufmerksamer", hofft er.
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