Bürgermeister gibt Rückblick auf Dienstversammlung für neun Feuerwehren
Kommandanten zeigen Mut zur Verantwortung

Bürgermeister Heinz Weigl (rechts) verabschiedete den ehemaligen Kreisbrandinspektor Manfred Pohl offiziell aus der Runde der Kommandanten im Stadtgebiet von Oberviechtach. Bilder: bgl (2)
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Oberviechtach
16.12.2015
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Es läuft hervorragend!

Neun Feuerwehren kümmern sich im Stadtgebiet ehrenamtlich um den Brandschutz. Bürgermeister Heinz Weigl nahm die Dienstversammlung kurz vor Weihnachten zum Anlass, den Kommandanten für ihren Dienst am Nächsten zu danken. Auch ein Abschied von einem "großen Feuerwehrmann" stand an.

Nach dem gemeinsamen Abendessen eröffnete der federführende Kommandant der Stützpunktwehr Oberviechtach, Dietmar Hein, die 45. Dienstversammlung im Feuerwehrhaus in Oberviechtach. Bürgermeister Heinz Weigl begrüßte neben den Kommandanten auch die anwesenden Feuerwehrdienstgrade und die Vertreter der Stadt.

In seinem Rückblick ging er zunächst auf das von der Feuerwehr Oberviechtach - in Zusammenarbeit mit den Ortswehren und dem Kreisbrandrat - erstellte Brandschutzkonzept für das gesamte Stadtgebiet ein und erkannte daraus die Notwendigkeit von Atemschutzträgern für den nördlichen Bereich des Stadtgebietes. Im nächsten Jahr werden die hierfür notwendigen Fahrzeuge (TSF-W) und die entsprechende Ausrüstung für den Atemschutz der Feuerwehren Pullenried und Wildeppenried angeschafft. Die Kosten werden auf circa 250 000 Euro geschätzt, bei einem zu erwartendem Zuschuss von etwa 77 800 Euro.

Geld für Sanierungen


Das Gerätehaus Oberviechtach wurde heuer teilsaniert, berichtete der Bürgermeister. Unter anderem wurden die Fenster im gesamten Gebäude und die Tore der Fahrzeughalle erneuert und ein neuer Fassadenanstrich vorgenommen. Laut jährlicher Prüfung musste auch der Benzinabscheider ausgetauscht werden (Kosten: 200 000 Euro). Im Feuerwehrhaus Lind wurden für 10 000 Euro ebenfalls Fenster, Haustüre und Fassade erneuert. Die hauptsächlichen Arbeiten wurden aber von den Feuerwehrdienstleistenden in Eigenleistung erledigt. Da der bisherige Analogfunk schon bald der Vergangenheit angehört, wurden in diesem Jahr für 40 000 Euro die neuen Digitalfunkgeräte für die neun Feuerwehren angeschafft.

Sachbearbeiterin Denise Lindner informierte über aktuelle Beschaffungen und Haushaltsdaten. Die Vertreter der Fraktionen im Stadtrat, Egbert Völkl und Stefan Schwander, versprachen in ihren Grußworten auch weiterhin die Unterstützung des Stadtrats und wünschten allezeit möglichst wenig Einsätze, aber immer eine gesunde Rückkehr. "Es läuft hervorragend", bestätigte Kreisbrandinspektor Richard Fleck zur Startphase des Digitalfunks. Die Geräte seien bereits überall eingebaut "und am 1. Januar geht's los!". Fleck sprach auch Themen an, wie eine eventuelle Anhebung der Altersgrenze im aktiven Dienst, das Feuerwehr-Führungszeugnis und die Wichtigkeit von Rauchmeldern. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung betraf den aus Altersgründen ausgeschiedenen Kreisbrandinspektor Manfred Pohl. "Ein großer Feuerwehrmann hört auf", sagte der Bürgermeister und dankte mit einem Präsent. Manfred Pohl leistete 45 Jahre Feuerwehrdienst. Er absolvierte viele Lehrgänge und war auch bei der Landkreisfeuerwehr als langjährige Führungskraft tätig. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen bestätigten seinen Fleiß und sein Können.

Ankauf geplant


Weitere Adressen für Dankesworte waren die Kommandanten. Weigl sprach den Mut an, Verantwortung zu übernehmen und sich den vielfältigen Aufgaben zu stellen. Dank gebühre auch für das gute Miteinander der Wehren und für die Leistungen, die nicht zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehren gehören. Weigl zog in seine Dankesworte auch die Feuerwehrführung, die Sachbearbeiter im Landratsamt und bei der Regierung der Oberpfalz ein.

Kommandant Dietmar Hein gab bekannt, dass sich die Feuerwehr Oberviechtach mit dem Gedanken zum Ankauf eines Reanimationsgerätes für die "First-Responder-Einheit" befasst. Mit dem Bekenntnis des Bürgermeisters: "Ich bin stolz auf unsere neun Wehren", endete die Dienstversammlung.
Es läuft hervorragend!Kreisbrandinspektor Richard Fleck zum Start des Digitalfunks am 1. Januar 2016
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