Bürgerversammlung in Oberviechtach
Für die Zukunft gut aufgestellt

Bürgermeister Heinz Weigl listete bei der Versammlung die wichtigsten Ereignisse auf, stellte die Finanzlage der Stadt dar und beantwortete etliche Fragen. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
17.11.2016
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"Oberviechtach ist eine Stadt mit modernen Gebäuden und guten Straßen und eine große Schulstadt." Zitat: Arnold Kimmerl, stellvertretender Landrat

Rund 4900 Bürger und 36 Asylbewerber wohnen aktuell im Stadtgebiet von Oberviechtach. Bürgermeister Heinz Weigl verwies auf hohe Investitionen zum Wohle aller. Ein Antrag wird im Stadtrat behandelt.

Die Stadträte und die städtischen Bediensteten stellten - wie schon so oft - die Mehrzahl auf der Bürgerversammlung. Dennoch informierte Bürgermeister Heinz Weigl ausführlich über das Geschehen im Stadtgebiet und nahm Stellung zu einigen Fragen.

Er freute sich, den stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl und den Landtagsabgeordneten Alexander Flierl begrüßen zu können. Das Stadtoberhaupt machte einen Streifzug durch die Ereignisse in diesem Jahr und erwähnte den Kommandeurwechsel, das Festwochenende in der Grenzlandkaserne, den Dorfwettbewerb auf Kreisebene mit einer Goldmedaille für Obermurach und einige Vereinsjubiläen. Er listete einige Veränderung an der Spitze der Oberviechtacher Schulen auf und freute sich über den zweiten Platz beim Landkreis-Wettbewerb "Familienfreundliche Stadt". Der Bürgermeister sprach allen Vereinen und Organisationen ein Lob aus, die sich an der Fortentwicklung der Stadt in irgendeiner Form beteiligt haben.

Weniger Gewerbesteuer


Sorgen machten immer noch die stagnierende Zahl der Einwohner, die Weigl mit gut 4900 Bürgern und derzeit 36 Asylbewerbern angab. Mit einem Rekordhaushalt sei wieder einiges im Stadtgebiet "bewegt" worden, wenn auch das Fehlen von 300 000 Euro an Gewerbesteuern schmerzlich zu Buche schlage. Der Stadtrat würde bei dem Grundsatz bleiben, dass nur so viel Geld ausgegeben wird, als dringend erforderlich sei. Die Gebühren würden, wo immer möglich, stabil gehalten. Die "Pro-Kopf-Verschuldung" liegt mit 1843 Euro einiges über dem Landesdurchschnitt.

Einem Schuldenstand von etwa zehn Millionen Euro steht ein Stadtvermögen von 53 Millionen Euro gegenüber. Wert legte der Bürgermeister auch auf die Feststellung, dass 83 Prozent des Vermögenshaushaltes in Baumaßnahmen und damit auch wieder in die heimische Wirtschaft fließen. Neue Wohnungsbauflächen seien ausgewiesen worden, jedoch werde es bei der derzeitigen Zinssituation immer schwieriger, neues Bauland erwerben zu können. Großes Lob zollte Weigl den Feuerwehren, Verwaltung und Bauhof, aber auch den Hilfsdiensten und allen ehrenamtlich arbeitenden Bürgern.

Auch der Dank an die Max- und Margret-Schwarz-Stiftung fehlte nicht. Alleine 2015 sind daraus 282 000 Euro in den Stadthaushalt geflossen, das "Haus der Stiftung" und das MP 18 seien gut vermietet. Ein aufrichtiger Dank mit einem Gruß nach München galt Vermögensverwalterin und Ehrenbürgerin Erika Odemer für ihre Großherzigkeit. Der Bürgermeister sprach weitere Themen, wie die gelungene Friedhofsanierung, die Erfolgsgeschichten Festspiel und Stadtbücherei an und stellte abschließen fest, dass man auf einem guten Weg sei und es sich in Oberviechtach gut leben lasse.

Diese Meinung vertrat auch der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl, der Oberviechtach als "eine Stadt mit modernen Gebäuden und guten Straßen und als große Schulstadt" sieht. Kimmerl sah den Ausbau der Breitbandversorgung als eines der vorrangigen Themen an. Durch die nahen Wander- und Radwege habe sich Oberviechtach auch im Tourismusbereich verbessert.

Hundetoiletten


Auch der Landkreis trage mit seinem "Leader-Förderprogramm" seinen Teil zur Fortentwicklung der Städte und Gemeinden bei und ermögliche es ihnen, an EU-Fördermittel zu kommen. Insgesamt habe sich Oberviechtach gut entwickelt und sei für die Zukunft gut aufgestellt. Ein Bürger hatte einen Antrag mit einer Liste von über 300 Unterschriften zur Errichtung von Hundetoiletten im Stadtgebiet gestellt. Der Bürgermeister bezog dazu Stellung und kündigte an, dass dies auch im Stadtrat behandelt werde. Weitere Fragen kamen zur Regelung an der Ampelanlage beim "Haus der Stiftung", zum Baugebiet "Schießanger" und zum geplanten Kreisverkehr im Bereich des ehemaligen AOK-Gebäudes, wobei hier das Konzept noch in der Planungsphase sei.

Oberviechtach ist eine Stadt mit modernen Gebäuden und guten Straßen und eine große Schulstadt.Arnold Kimmerl, stellvertretender Landrat
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