Bundeswehr: Oberviechtacher Grenadiere auf Ausbildungsmission
Zwei Monate Mongolei

Rund 50 Panzergrenadiere aus der Oberpfalz unterstützen mongolische Soldaten bei der Schießausbildung in der weitläufigen Steppenlandschaft in Ostasien. Bilder: Bundeswehr/hfz (2), Portner (1)
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Oberviechtach
21.10.2016
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Die Soldaten der Grenzlandkaserne halten das Ortseingangsschild von Oberviechtach mehr als 6000 Kilometer entfernt von der Heimat in Ehren. Das Bild zeigt die Grenadiere des Ausbildungs- und Unterstützungsverbandes Mongolei II/2017 vor der Kaserne nahe der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator.

Dschingis Khan, Wildpferde und weite Steppen - Die Mongolei ist nicht nur bei Globetrottern angesagt. Seit Jahren unterhält die Bundeswehr hier eine Ausbildungsmission. Derzeit sind es rund 50 Oberviechtacher Grenadiere, die mongolische Streitkräfte für ihren Einsatz in Afghanistan ausbilden.

Die Mongolei ist der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt, mit nur zwei Nachbarn: Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden. Seit Mitte September sind etwa 50 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach sowie unterstützender Verbände der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in der Nähe der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Ihre Aufgabe ist es, mongolische Truppen für ihren Einsatz im Rahmen der Resolut Support Mission in Afghanistan auszubilden.

30 Tonnen an Ausrüstung


"Es geht darum, Wissen aus Einsatz und Ausbildung weiterzugeben", heißt es in der Meldung des Presseoffiziers des Panzergrenadierbataillons. Das mongolische Heer unterstützt seit einigen Jahren bei der Lagersicherung in dem von der Bundeswehr betriebenen Feldlager Mazar-e-Sharif in Nordafghanistan und wird dabei bei der vorbereitenden Ausbildung durch deutsche Soldaten betreut. Bereits im Sommer begannen die Panzergrenadiere aus der Oberpfalz mit der Verschickung von mehr als 30 Tonnen Ausrüstung und Gerät für die Ausbildung einer mongolischen Einsatzkompanie. In die Republik in Zentralasien wurde neben der Ausstattung der eigenen Soldaten auch Werkzeug, Ersatzteile und Waffen zur Unterstützung des mongolischen Kontingents mitgeführt.

Nach zwei Wochen Aufbau und Vorbereitung vor Ort begann Anfang Oktober die Ausbildung. Der Kontingentführer Oberstleutnant Lars Obst vom Panzergrenadierbataillon 122 zieht zur Mitte des Auftragszeitraums bereits eine positive Zwischenbilanz: "Mit den mongolischen Kräften ist die Zusammenarbeit hervorragend. Die Ausbildungsgruppe ist ungeheuer diszipliniert und nimmt die Ausbildung dankbar an. Ich bin mir sicher, dass die mongolische Einsatzkompanie ihren Folgeauftrag in Afghanistan gut ausgebildet wahrnehmen wird."

Bald wieder zurück


Noch bis in den November wird die Ausbildung der Mongolen andauern. Anschließend werden die Ostasiaten nach Afghanistan verlegt und dort erneut mit deutschen Soldaten zusammenarbeiten. Die Oberviechtacher Grenadiere sind dann wieder zurück in ihrer oberpfälzischen Heimat. Die von Bürgermeister Heinz Weigl zur Verfügung gestellte Ortseingangstafel von Oberviechtach wird für einen weiteren Auslandseinsatz benötigt.

KooperationDer Beginn der Kooperation im Afghanistaneinsatz geht auf das Jahr 2009 zurück. Zunächst arbeiteten Deutsche und Mongolen in Feyzabad zusammen, seit 2012 dann in Mazar-e-Sharif, wo 120 mongolische Soldaten mithelfen, das Camp Marmal abzusichern. Es ist das größte Feldlager der Bundeswehr außerhalb Deutschlands. Aktuell läuft der zweite Ausbildungsdurchgang 2016 für das mongolische Kontingent, das Anfang 2017 an den Hindukusch geht. Die Zusammenarbeit beim Feldlagerschutz wird von der Bundeswehr als gut eingespielt beschrieben; die Mongolei sei ein verlässlicher Partner. (ptr)


Ich bin mir sicher, dass die mongolische Einsatzkompanie ihren Folgeauftrag in Afghanistan gut ausgebildet wahrnehmen wird.Oberstleutnant Lars Obst
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