Caritas-Sozialstation Oberviechtach auf einem guten Weg
Der Blick geht nach vorne

Der gebürtige Oberviechtacher Daniel Bronold (Zweiter von links) ist seit 1. April beim Caritasverband in Regensburg beschäftigt und einer der Ansprechpartner für die Caritas-Sozialstation Oberviechtach. Deren Vorsitzender Hubert Ruml (Dritter von links) gab einen Rückblick auf das Jahr 2015, wobei Pfarrer Herbert Rösl (links) und Dekan Alfons Kaufmann die gute Arbeit des Personals in der häuslichen Pflege lobten. Bild: Portner
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Oberviechtach
31.07.2016
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Mehr Eigenständigkeit bedeutet auch mehr Arbeit. Doch die Caritas-Sozialstation Oberviechtach - mit Vorsitzenden Hubert Ruml und Pflegedienstleiterin Ilona Rösch an der Spitze - ist auf einem guten Weg. Profitieren sollen davon die Patienten.

Seit 1. Januar 2016 stehen die Caritas-Sozialstationen Oberviechtach, Nittenau, Burglengenfeld und Neunburg auf eigenen Beinen. Die gemeinsame Geschäftsstelle gibt es nicht mehr und so kommt auf die Vorsitzenden der Stationen (gemeinnütziger Verein) sowie die Pflegedienstleitung Etliches an Mehrarbeit zu. Vorsitzender Hubert Ruml hatte die Mitglieder kürzlich zur Jahreshauptversammlung eingeladen; beim Aufstellen des Haushaltsplans unterstützte ihn der Caritasverband der Diözese Regensburg. Der stellvertretende Vorsitzende, Pfarrer Herbert Rösl, sprach eingangs ein Gebet und Ruml stellte die Bilanz 2015 mit Tätigkeitsbericht vor. "Seit der letzten Jahresversammlung im Juli 2015 hat sich viel getan", meinte dieser und informierte, dass die Geschäftsstelle zum 1. Januar den Betrieb eingestellt hat. Die Finanzbuchhaltung wurde daraufhin an die Steuerkanzlei Schneider übergeben.

Arbeit trägt Früchte


2016 fanden zwei Vorstandssitzungen statt, sowie vier Treffen der Vorstände der vier Sozialstationen im weiterhin bestehenden losen Verbund. Besucht wurde der Gedenkgottesdienst für Gönner Wenzel Hüttl in Stadlern. Es gibt drei neue Dienstfahrzeuge; ein Auto wurde vom Autohaus Licha gespendet. Neu ist eine Vertrauensperson aus dem Kreis der Mitarbeiter (Margit Pieper). Den Haushaltsplan für 2016 trug Daniel Bronold vor. Der gebürtige Oberviechtacher ist erst seit 1. April beim Caritasverband der Diözese Regensburg im ambulanten Bereich beschäftigt und einer der Ansprechpartner für die Sozialstation. Er stellte sich kurz vor und erwähnte, dass er neun Jahre beim Caritasverband Augsburg im Bereich Finanzen/Kontrolling tätig war. Mit Frau und Kind wohnt er nun in Tännesberg. Bronold trug den Ansatz für 2016 der jeweiligen Haushaltsstellen detailliert vor. "Wir sind auf einem guten Weg und haben Luft", bewertete Hubert Ruml die aktuelle wirtschaftliche Situation. Sein Dank galt den Schwestern und der Pflegedienstleitung, "dass sie so gut arbeiten". Pfarrer Herbert Rösl sprach dem engagierten Vorsitzenden seinen Dank aus: "Die Arbeit, die Herr Ruml geleistet hat, trägt Früchte und zeigt sich auch in Zahlen!" Dieser gab das Lob an das Büro-Team weiter.

Den Tätigkeitsbericht für Hospiz 2015 gab die neue Leiterin Birgit Wölker, als Nachfolgerin von Zenta Ruml. Sie informierte über 56 abgeschlossene Begleitungen, wobei auf Oberviechtach 16 fallen (9 ambulant, 7 im Heim). Im aktuellen Jahr laufe es durch die Umstrukturierungen noch nicht so gut. Ende Juni seien 17 Fälle abgeschlossen, wobei derzeit in Oberviechtach 5 Sterbebegleitungen in Heimen laufen; 4 sind abgeschlossen. Auch bei drei Trauerbegleitungen sind die ehrenamtlichen Hospizhelfer eingesetzt. Einen umfassenden Bericht für 2015 gab Pflegedienstleiterin Ilona Rösch ab und nannte die Arbeitsschwerpunkte bei den Leistungen in SGB XI (Körperpflege, Ernährung, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung) und SGB V (Spritzen, Verbände, Medikamentengabe). Im Vorjahr wurden 207 Klienten bei 38 820 Hausbesuchen betreut, wobei 141 523 Verrichtungen auf die Pflege und 12 559 Verrichtungen auf Hilfsdienste fallen. Aktuell umsorgt die Caritas-Sozialstation im Bereich Oberviechtach/Schönsee 121 Patienten. Im Vorjahr gab es 5 häusliche Pflegeschulungen und 192 Pflegeeinsätze absolviert.

Verstärkung gesucht


"Die Betreuungsgruppe läuft gut!", betonte Rösch und Vorsitzender Hubert Ruml dankte Dekan Kaufmann für die Überlassung des Raumes im Pfarrheim. Jeden Dienstag, von 14 bis 17 Uhr, werden überwiegend Demenzkranke mit einem jahreszeitlich angepassten Programm betreut, was vier ehrenamtliche, sehr engagierte Kräfte leisten. Die Teilnehmer (aktuell 14 Personen) werden abgeholt und nach Hause gefahren. "Wir könnten noch ehrenamtliche Fahrer brauchen", startete Ilona Rösch einen Aufruf. Auch Altenpfleger zur Verstärkung des Teams werden gesucht. Aktuell sind 29 Personen in Voll- und Teilzeit beschäftigt.

Mit den zehn Dienstfahrzeugen wurden 2015 insgesamt 244 481 Kilometer für die häusliche Pflege gefahren. Beim Betreuten Wohnen Daheim gab es im Vorjahr 20 Leistungsbezieher; derzeit nehmen das Angebot 17 Personen wahr. Der Hausnotruf (geht auch ohne Pflegestufe) wird über die Johanniter abgewickelt. Gut läuft das "Essen auf Räder" mit täglich 27 bis 31 Portionen. "Wir fahren nur noch frisch gekochtes Essen in Thermo-Boxen aus", bekräftigte die Pflegedienstleiterin. Bezogen wird dieses von den Gasthäusern Haberl in Schönsee und Krämerhof in Kulz.
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