"Chaotische" Borreliose: Viele Erkrankungen Folge einer sehr langen Inkubationszeit
Jede vierte Zecke mit Erreger

Vermischtes
Oberviechtach
24.01.2016
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"Die Borreliose ist eine chaotische Krankheit. Sie vagabundiert in vielen Schubladen der Medizin, passt aber in keine hinein." So bezeichnete Dr. Lothar Kiehl die sogenannte Lyme-Borreliose, die Thema des ersten Vortrages beim Naturheilverein war. Der Vorsitzende Dr. Günter Gilch konnte wieder eine stattliche Zahl an Gästen im Gasthof "Taverne" begrüßen.

Im Jahr 1977 wurde von Laien aus dem Ort Lyme in den USA der Weg zu einer "neuen" Erkrankung gewiesen, der Lyme-Borreliose. Man hatte festgestellt, dass sich am Ort eines Zeckenstiches eine Rötung ausbildete und diese Patienten danach gehäuft an neurologischen, kardialen oder arthritischen Folgeerkrankungen litten, erklärte der Referent. Bayern und Baden-Württemberg seien die am meisten betroffenen Gebiete. Millionenfach würden Menschen von Zecken gestochen, im Schnitt trägt jede vierte Zecke den Erreger in sich.

Dabei sind die gefährlichsten Zecken am weitesten verbreitet. Viele schwere Erkrankungen entstünden als Folge einer sehr langen Inkubationszeit. Bis zum Ausbruch der Erkrankung kann es Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern. Dadurch könne ein Teil der Borreliosen erst spät erkannt werden, besonders wenn keine alarmierenden Krankheitsmerkmale wie die Wanderröte auftreten.

Eine anfängliche Erkrankung könne auch scheinbar vollständig verschwinden, bricht dann aber viel später, möglicherweise erst nach Jahrzehnten richtig aus. Von chronischer Borreliose spreche man, wenn sich die Erreger an einer oder mehreren Stellen im Körper fest etabliert haben und keine bis schwere Beschwerden verursachen können. Die Behandlung stelle höchste Ansprüche an Arzt und Patient. Dr. Kiehl setzt hier auf sein entwickeltes ganzheitliches Konzept. Dabei wird die konsequente schulmedizinische Therapie durch eine individuelle Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) ergänzt.

Obwohl das körpereigene Immunsystem etwa 80 Prozent der Infektionen mit Borrelien besiegt, bleibt ein gefährlicher Rest, dem der ganze therapeutische Aufwand gelte. Seit etwa fünf Jahren wendet Dr. Kiehl in seiner Praxis in Weiden eine individuelle Auswahl an verschiedenen chinesischen Kräutern und spezifischer Akupunkturbehandlung an und ergänzt dadurch die umfassende Antibiotika-Therapie.
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