Das THW ist aus der Region nicht wegzudenken
Zwischen G7-Gipfel und Apothekenumzug

Gruppenbild mit den Geehrten: (von links) Hans Deyerl, Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Andreas Liebl, Margarethe Biegerl, Bürgermeister Heinz Weigl, Michael Pretzl, Günther Süß, Rainer Wild. Bild: bgl
Vermischtes
Oberviechtach
19.01.2016
134
0

"Das gute Miteinander zwischen unseren Hilfsorganisationen sucht seines Gleichen": mit diesen lobenden Worten bedankte sich Bürgermeister Heinz Weigl bei den THW-Aktiven und ihrem Motor Hans Deyerl für ihre zuverlässige Hilfeleistung, wenn sie gefordert werden.

Ein uneingeschränktes "Ja" erntete der Vorsitzende des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Oberviechtach, Hans Deyerl auf seine Frage, ob das Essen geschmeckt hat, welches traditionell zum Beginn der Jahreshauptversammlung dazu gehört. Als Gäste begrüßte er die beiden Bürgermeister Birgit Höcherl und Heinz Weigl aus Schönsee und Oberviechtach, den BRK-Verantwortlichen Josef Kreuzer und Polizeichef a.D. Hans Kiesl.

Zunächst listete der THW-Ortsbeauftragte Hans Deyerl in seinem Rechenschaftsbericht neben dem Einsatz beim G7-Gipfel in der Landeshauptstadt München sowie in Erding, Burglengenfeld und Schwandorf beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften auch eine Reihe von Aktivitäten innerhalb der Stadt Oberviechtach auf. Unter anderem nannte er das Projekt "THW und Schule" mit drei Schulklassen begeisterter Jugendlicher, den Ausbildungstag mit dem Thema "Schneiden im Korb", den Fronleichnam-Ordnerdienst und den zwei Tage beanspruchenden Apotheken-Umzug sowie die Bühnenbauten beim Doktor-Eisenbarth-Festspiel.

Großes Aufgabenspektrum


Ebenso an zwei Tagen waren die Mitglieder beim Feuerwehrfest in Oberviechtach gefordert. Zur Routine gehört für das THW nicht nur der "Kirwa-Monda" mit seiner zünftigen Blasmusik, sondern auch das alljährliche Vatertagsfest an Christi Himmelfahrt mit einem erneuten Besucherrekord. Die Jugendleiterin Katharina Bauer berichtete über fünf erfolgreich abgelegte Leistungsabzeichen, ein Bowling und die Ausbildung von 12 Jugendlichen vor allem über Holzbearbeitung und den Umgang mit Wasserpumpen.

Sechs aktive Mitglieder wurden für ihre langjährige aktive Mitarbeit mit je einer Urkunde und einer Stecknadel (siehe Info-Kasten) geehrt. Hans Deyerl bedankte sich bei ihnen für die ehrenamtliche Arbeit. Bürgermeister Heinz Weigl würdigte die Bereitschaft der THW-Helfervereinigung über ihre Pflichtaufgaben hinweg Aufträge zu erledigen, welche der Stadt und der hier lebenden Bevölkerung zugute kommen und er bat: "Macht weiter so und seit der Jugend ein Vorbild". THW-Chef Deyerl hob in seinem Schlusswort noch einmal den Einsatz der Führungsmannschaft hervor, welche viele Termine auf sich nimmt und dabei viel unterwegs ist. Auch das gesamte Gebäude und das umliegende Gelände wird durch das eigene Personal immer gut gepflegt.

Aus familiären Gründen konnte die THW-Kreisgeschäftsführerin Ilona Knecht-Jesberger nicht an der Jahresabschlussfeier nicht teilnehmen. In einem Schreiben an die Ortsverbandsmitglieder bedankte sie sich für die geleistete Arbeit. Für das Jahr 2015 wurden zwei Schwerpunkte seitens des THW-Landesverbands Bayern definiert. Das war neben dem G7-Gipfel die politische Kommunikation mit dem Ziel, einen deutlichen Finanzzuwachs für das THW zu erreichen. Diese Hoffnung ist anscheinend auf fruchtbaren Boden gefallen. "So bekommt das Hauptamt 208 neue Stellen sowie 15 Stellen Überhangpersonal (Bundesbahn). Der Haushalt des THW steigt um ca. 36 Mio Euro, also mit Stellen um insgesamt ca. 43,2 Millionen Euro. Die Selbstbewirtschaftungsmittel - wichtig für die Ortsverbände - werden eine Erhöhung um acht Millionen Euro erfahren, das heißt pro Ortsverband ca. 12 500 Euro mehr", schreibt die Kreisgeschäftsführerin.

Im Flüchtlingseinsatz


Ein weiterer Schwerpunkt ihres Schreibens betraf die Flüchtlingshilfe zur Bewältigung von durchschnittlich 8 000 Flüchtlingen pro Tag. Zur unmittelbaren Bundesunterstützung kamen zur Ertüchtigung der Wartezentren in Erding und Feldkirchen Helfer aus dem Ortsverband Oberviechtach zum Einsatz. Laut Ilona Knecht-Jesberger soll die Jugendarbeit auch finanziell gefördert und die Einbindung vor Ort und überörtlich verbessert werden.

EhrungenFür 10 Jahre aktiven Dienst wurde Markus Deyerl geehrt, insbesondere für seine Fahrzeugwartung und Rainer Wild für 20 Jahre als "Allrounder". Jeweils für 25 Jahre wurden geehrt als Leiterin der Damengruppe, Margarethe Biegerl, und Andreas Liebl als wertvollen Helfer und Betreuer des Geschirrmobils. Ebenfalls für 25 Jahre erhielt die Ehrung Günther Süß als Verantwortlicher für die Helferausbildung und Michael Pretzl als Zugführer, verantwortlich für die aktive Truppe. (bgl)
Weitere Beiträge zu den Themen: Jahresbilanz (77)THW Oberviechtach (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.