Dem Himmel ein Stück näher

Kaplan Martin Popp stellte die sakralen Gegenstände, wie Kelch und Monstranz, in der Sakristei näher vor.
Vermischtes
Oberviechtach
25.08.2016
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Zum 36 Meter hohen Kirchturm haben schon viele hinaufgeschaut. Doch nun gab es bei der Kirchenführung einen tollen Blick hinunter zum Marktplatz. Der Aufstieg zum Glockenturm war aber nur der Abschluss eines interessanten Ferientages.

Eine stattliche Anzahl von Interessierten nahm das Angebot im Ferienprogramm der Stadt wahr und kam außerhalb eines Gottesdienstes in die Stadtpfarrkirche. Kirchenpfleger Günther Flierl übernahm die Führung durch das Kirchenschiff und richtete die besondere Aufmerksamkeit der Kinder und Erwachsenen auf die aussagekräftigen Deckengemälde und die prächtigen Altarbilder. Eine Geschichte gab es in der Taufkapelle über das Taufbecken zu erzählen, denn hier wurde auch der berühmteste Sohn der Stadt, Johann Andreas Eisenbarth, vor über 350 Jahren getauft.

Die Kinder durften sogar einen Blick hinter den Altar werfen und sich auch in der Sakristei umsehen. Hier stellte Kaplan Martin Popp die sakralen Gegenstände, wie Kelch und Monstranz, vor und informierte über die Besonderheiten.

Danach ging es hinauf in den Kirchturm, wo die Augen der Kinder angesichts der mächtigen Glocken immer größer wurden. Einige freuten sich, dass die Eltern dabei waren, denn auf dem Weg nach oben zuckten sie zusammen, als plötzlich in unmittelbarer Nähe der Stundenschlag ertönte. Die Glocken flößten den Kindern großen Respekt ein.

Flierl informierte darüber, dass die große Glocke Christus dem König, eine der Glocken der Gottesmutter Maria und die weiteren Glocken Michael dem Kämpfer und Johannes dem Täufer als Kirchenpatron geweiht sind. Die fünfte und kleinste Glocke ist die Sterbeglocke, die nur dann läutet, wenn ein Angehöriger der Pfarrei verstorben ist. Die kleine Glocke wurde bereits im Jahr 1700 gegossen.

Der Blick aus dem Turmfenster, hinunter zum Museum, Biergarten und Marktplatz war dann schon etwas Besonderes. Beim Abstieg wurde beim großen Turmuhrgehäuse noch einmal Station gemacht. Hier konnten die Teilnehmer oberhalb der Kirchendecke einen Blick in den Giebel werfen, was noch nicht viele gesehen haben. Beeindruckt, aber froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, kamen die Kinder wieder unten an. Hier wartete zum Abschluss noch ein kleines Quiz mit Fragen zur vorhergehenden Führung. Da zeigte sich, wer in der Kirche gut aufgepasst hatte!
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