Die ehemalige Leader-Aktionsgruppe (LAG) bleibt als interkommunaler Verein "Brückenland ...
„Brückenland“ als ILE-Region auf neuer Förderschiene

Der alljährliche Radlersonntag ist zum Markenzeichen des "Brückenlands" geworden. Entlang des Freundschaftsweges entstanden mit Leader-Fördermitteln zahlreiche Projekte wie beispielsweise der "Lokschuppen" am ehemaligen Oberviechtacher Bahnhof. Bild: frd
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Oberviechtach
16.11.2016
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Die Leader-Aktionsgruppe "Brückenland Bayern-Böhmen" (LAG) gibt es nicht mehr. Der LAG-Status hat mit dem 31. Oktober 2015 geendet. Der Verbund aus den Städten Oberviechtach und Schönsee, den Märkten Eslarn und Winklarn sowie den Gemeinden Altendorf, Gleiritsch, Guteneck, Niedermurach, Schwarzach, Stadlern, Teunz und Weiding bleibt jedoch weiter bestehen als Verein "Brückenland Bayern-Böhmen".

Bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Zur Post" zogen der ehemalige LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka und der stellvertretende Vorsitzende, Bürgermeister Georg Köppl, eine aus Sicht der kommunalen Allianz der zwölf Mitgliedsgemeinden äußerst positive Bilanz. Rund zwei Dutzend Projekte (Info-Kasten) konnten in der vergangenen Förderperiode umgesetzt werden. Dafür gab es rund eine Million Euro an EU-Fördermitteln, die ein Vielfaches an Investitionen auslösten. Damit wurde der zur Verfügung stehende Fördertopf vollends ausgeschöpft.

Manuel Lischka konnte auch berichten, dass alle beantragten Leader/Eler-Projekte fristgerecht abgerechnet wurden und mittlerweile von der Leader-Bewilligungsstelle in Neumarkt an die Projektträger ausbezahlt wurden. In Sachen Fördergelder können sich die Kommunen heuer noch auf ein "Christkindl" freuen, so der ehemalige LAG-Geschäftsführer. Zur Weiterleitung an die Gemeinden stehen noch die Erstattungen für die Ortseingangs- und Denkmalbeschilderung sowie für das Integrierte Ländliche und Städtische Entwicklungskonzept (ILSEK) an.

Bis auf den letzten Cent soll die Kasse allerdings nicht "geplündert" werden. Die Mitgliederversammlung einigte sich darauf, wie in der Vergangenheit eine Pro-Kopf-Umlage anhand der Einwohner der Mitgliedsgemeinden einzuheben, um für den Start in die neue Vereinsstruktur gerüstet zu sein. Man einigte sich auf einen Umlage von 1,20 Euro pro Einwohner. Neben der Rückschau und der positiven Bilanz waren ein Ausblick in die neuen Strukturen und Neuwahlen weitere markante Punkte der Zusammenkunft. (Seite 29)

ProjekteRund zwei Dutzend Projekte wurden in den zwölf Mitgliedsgemeinden der LAG "Brückenland Bayern-Böhmen" in der letzten Leader-Förderperiode umgesetzt. Für die Maßnahmen floss eine Million Euro Fördergelder in die Region. Hinzu kamen weitere 1,8 Millionen Euro, die aus Städtebaufördermitteln im Zug der "Leerstandsoffensive" an Land gezogen wurden. Zu den geförderten Maßnahmen zählten neben dem Management beispielsweise die Goldwanderungen in Oberviechtach, Dorfbacköfen in der Gemeinde Schwarzach, das Dokumentationszentrum Hinterglasmalerei in Winklarn oder der "Lokschuppen" am ehemaligen Oberviechtacher Bahnhof. Mit zu den größten Objekten gehören das Eslarner Kommunbrauhaus, das Mehrgenerationenhaus der Oberviechtacher AWO, der Badeweiher in Stadlern und das Hutschahaus in Schönsee. (kö)
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