Doktor-Eisenbarth-Schule verabschiedet Rektor und Konrektor
Der „Kapitän“ geht nicht alleine

Schulamtsdirektor Georg Kick (Mitte) verabschiedete Rektor Rudolf Teplitzky (links) und Konrektor Horst R. Bittner (rechts) in den Ruhestand. Für die geleistete Arbeit bedankten sich auch die Bürgermeister des Schulverbandes (von rechts) Heinz Weigl, Walter Schauer, Martin Prey, Birgit Höcherl, Gerald Reiter, Maria Baumer, Hubert Zwack und Norbert Eckl. Bilder: Portner (2)
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Oberviechtach
28.07.2016
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Der Lehrerchor verabschiedete Rektor und Konrektor sowie die neun Kollegen unter anderem mit dem Lied "In Frieden ziehet hin". Auch die Bläsergruppe erhielt viel Applaus für ihre Stücke, wie für "Yesterday" von den Beatles.

Rektor Rudolf Teplitzky führte die Doktor-Eisenbarth-Schule elf Jahre lang mit Geist, Herz und Verstand. Doch auch Konrektor Horst R. Bittner, der diese Worte beim Abschieds-Conveniat sprach, erhielt von Schulamtsdirektor Georg Kick die Ruhestandsurkunde. Und auch die Zahl elf spielte noch eine weitere, für die Schule bedeutende Rolle.

Sehr festlich - mit Musik und Mittagessen - wurde gestern in der Mensa der Grund- und Mittelschule Abschied gefeiert. Schließlich galt es elf Personen in den Ruhestand zu verabschieden, die die Schule teils jahrzehntelang geprägt haben: Rektor Rudolf Teplitzky, Konrektor Horst R. Bittner, acht Lehrkräfte und eine Erzieherin.

"Doppelpack" folgt


Teplitzky begrüßte eingangs auch eine Reihe von Ehrengästen, darunter seinen Vorgänger Peter Minsapost, Dekan Alfons Kaufmann und eine Delegation von der tschechischen Partnerschule aus Pobežovice. Anwesend waren seine beiden Nachfolger Werner Winderl (Mittelschule) und Beate Vetterl (Grundschule), nachdem die Schule künftig von zwei Rektoren "im Doppelpack" geleitet wird. "Elf Jahre sind vergangen, seit ich die Führung über diese stolze Schule übernehmen durfte", blickte er zurück. Doch ohne ein motiviertes und pflichtbewusstes Team sei ein Schulleiter gar nichts. Er dankte allen für die Unterstützung und meinte: "Es ist immer wieder beeindruckend zu beobachten, wie tief eingebettet unsere Schule in der Region ist." Bevor Schulamtsdirektor Georg Kick die Ruhestandsurkunde überreichte, sprach er die Aufgaben eines Schulleiters an, der einen Erziehungs- und Bildungsauftrag umzusetzen habe. Das Spannungsfeld zwischen Sachaufwandsträgern, Eltern und Schülern habe Teplitzky sehr positiv gestaltet und dabei die Schule hervorragend geführt.

Kick sprach von einer Vorzeigeschule mit vorbildlichen Projekten und vielen Kooperationspartnern und Sponsoren. Der Rektor habe immer seine Bereitschaft für Veränderungen gezeigt und sei im Schulamt Schwandorf wohlwollend als "Attaché des Ostens" betitelt worden. Der Leitende Schulamtsdirektor nannte kurz die Stationen des künftigen Ruheständlers, der 2014 sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte. 1993 wurde der gebürtige Pullenrieder in Schönsee zum stellvertretenden Schulleiter ernannt, war ab 2002 Rektor der Hauptschule Neunburg vorm Wald und kam schließlich 2005 nach Oberviechtach.

Auch Konrektor Horst R. Bittner erhielt die Ruhestandsurkunde ausgehändigt. Kick dankte besonders für dessen vorbildliches Engagement als umsichtiger Beratungslehrer. Bittner war 2005 zusammen mit Teplitzky an die Doktor-Eisenbarth-Schule gewechselt, was der "Chef" sehr begrüßte: "Als Künstler brachte Herr Bittner bei Problem- und Lernfeldern eine zusätzliche Perspektive ein. Ich war froh, dass er im Leitungsbereich mitwirkte. Wir durften eine gewinnbringende und fruchtbare Zeit erleben." Der geborene Regensburger startete an der Kreuzbergschule Schwandorf, kam 1978 erstmals nach Oberviechtach und fungierte ab 2001 als Konrektor an der Hauptschule Schwarzhofen. Das 40-jährige Dienstjubiläum feierte er 2014.

Bürgermeister Heinz Weigl dankte den beiden Führungskräften auch im Namen der anwesenden Bürgermeisterkollegen des Schulverbandes für den Einsatz zum Wohle der Region und überreichte je ein Abschiedsgeschenk. "Rudolf Teplitzky hat das Schiff Deso als Kapitän sehr erfolgreich gesteuert. Wir wussten es in guten Händen", betonte Weigl. Er habe der Schule seinen persönlichen Stempel aufgedrückt und war maßgeblich für deren ausgezeichneten Ruf verantwortlich. Im Ruhestand wünschte er Zeit für die Hobbys Chor und Jagd. Vom Lehrerkollegium überreichte Josef Messbauer ein Geschenk an die beiden Scheidenden.

Visionär mit Weitblick


Konrektor Horst Bittner verabschiedete sich mit einem sehr persönlich gehaltenen Rückblick. Dem Streben, ein besonderer Lehrer zu sein, sei die Einsicht gefolgt, ein zufriedener Teil von etwas Besonderen zu sein. Auf Rudolf Teplitzky hielt er eine Laudatio und betitelte diesen unter anderem als Netzwerkkoordinator, Konfliktlöser und Visionär, der viele Ideen umgesetzt hat. "Er war der Koordinator eines Gesamtkonzeptes, der mit Weitblick alles im Fluss gehalten hat. Stillstand war für ihn ein Fremdwort", meinte Bittner abschließend.

Die letzten Worte des Festaktes sprach Rudolf Teplitzky: "Es war mir eine Ehre und Freude Ihr Schulleiter gewesen zu sein. Doktor-Eisenbarth-Schule, ich melde mich ab!" Artikel über die Lehrerverabschiedung folgt.

Rudolf Teplitzky war der Koordinator eines Gesamtkonzeptes, der mit Weitblick alles im Fluss gehalten hat.Konrektor Horst R. Bittner
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