Ein Besuch in der Ebnerkapelle im Stadtteil Dreifaltigkeit
Ganz besondere Denkmäler

Vermischtes
Oberviechtach
23.09.2015
1
0
"Dreifaltigkeit" ist der Name eines Stadtteils von Oberviechtach. Er stammt von einer mit historischem Hintergrund belegten und mit zinnenmäßiger Giebelseite ausgestalteten Kapelle am Südrand von Oberviechtach. Den im Inneren des Baudenkmals befindlichen Altar prägt eine Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit mit Relief geschnitzten Figuren von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist sowie der gekrönten Gottesmutter im Mittelpunkt.

Anlässlich des "Tages des offenen Denkmals" wurde schon am Sonntag davor die Eingangstüre für interessierte Besucher geöffnet. Der gebürtige Oberviechtacher und jetzige Pfarrer von Schlicht und Vilseck, Johannes Kiefmann, gestaltete zusammen mit zwei weiteren Priesterkollegen eine Andacht. Der Vorsitzende des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) und Kirchenpfleger Günther Flierl verkündete vor dem Auseinandergehen eine Frohbotschaft.

Landesweit wird jeweils am zweiten Sonntag im September der "Tag des offenen Denkmals" begangen. Mit dieser Aktion ist beabsichtigt, das Interesse und die Bedeutung am kulturellen Erbe bei der Bevölkerung zu steigern.

Seit Jahren öffnet an diesem Tag auch das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum in Oberviechtach seine Pforten zur Museumskirwa, bzw. dem sogenannten Marktmühltag. Einerseits zählt die ehemalige Marktmühle nämlich selbst als Denkmal, anderseits birgt sie in ihren Mauern eine Menge zusätzlicher Denkmäler. Darüber hinaus gibt es aber im Stadtbereich Oberviechtach zahlreiche weitere Denkmäler, die ebenfalls eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Darum wurde in diesem Jahr erstmals bereits eine Woche vor dem offiziellen Denkmaltag die Bevölkerung eingeladen zur Ebnerkapelle im Stadtteil Dreifaltigkeit.

Als Treffpunkt fungierte das zu den Klein-Denkmälern zählende "Baumer Marterl" in der Nunzenriederstraße und von hier aus wanderten die Teilnehmer zur Kapelle. Dort gestaltete zunächst Pfarrer Johannes Kiefmann und sein Kaplan, Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu aus Indien, zusammen mit dem Priesterkollegen Lothar Kittelberger eine Andacht zur Heiligsten Dreifaltigkeit.

Gleichzeitig würdigte Kiefmann die Bereitschaft der Bevölkerung, solche Baudenkmäler für die Nachwelt zu erhalten, denn fast jedes berge seine eigene Geschichte in sich. Im Anschluss daran ging Kreisheimatpfleger Ludwig Berger auf die Ergebnisse der Geschichtsforschung in Bezug auf das sakrale Bauwerk ein.

In diesem Zusammenhang bedankte er sich bei Marianne Schwinger für die jahrelange Sorge um das Kirchlein. Ein Aufatmen konnte man bei den Anwesenden nach der Wortmeldung von Kirchenpfleger Günther Flierl spüren. Auch er bedankte sich zunächst bei Marianne Schwinger für ihre ehrenamtliche Tätigkeit und brachte ihre Bitte vor, aus Altersgründen von dieser Aufgabe entbunden zu werden. Gleichzeitig fügte er aber an, dass er als OWV-Vorsitzender sich in Zukunft um die Belange der Ebnerkapelle kümmern werde, was von den Anwesenden mit Beifall quittiert wurde.

Die 2. Bürgermeisterin Christa Zapf schloss sich den Dankesworten von Pfarrer Kiefmann an Bevölkerung und Marianne Schwinger an. Sie bedankte sich auch bei Günther Flierl für die Zusage der künftigen Kapellensorge.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.